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Freiwillige Feuerwehr Harpertshausen:

Erfreuliche Mitgliederstärke in der Ortsfeuerwehr des kleinsten Stadtteils

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt (von re) Frank Herdt und Bodo Scholz. Helmut Jäger (3.von rechts) ist seit 40 Jahren dabei und Wilhelm Kühnle (ganz links) seit 50 Jahren. Dahinter stehen Bürgermeister Achim Knoke als oberster Dienstherr und 1.Vorsitzender Bernd Sauerwein.

Bei der Jahreshauptversamm-lung der Freiwilligen Feuer-wehr Harpertshausen wusste Vorsitzender Bernd Sauerwein viel Erfreuliches zu berichten: so stehen bei nur 750 Ortseinwohnern erstaunliche 175 Mitglieder fest zur Feuerwehr. Davon gehören 23 Aktive der Einsatzabteilung, neun der Jugendwehr und zwei Personen der Ehren- und Altersabteilung an.

Auch bei den kurzen Berichten von den Veranstaltungen im vergangenen Jahr zeigte sich, dass die Feuerwehr fester Bestandteil des sozialen Dorflebens ist. So beteiligte man sich maßgeblich an der Durchführung des Grenzganges im Januar, feierte ein Schlachtfest im Feuerwehrgerätehaus im März, gestaltete ein Sommerfest im August und trug einen wesentlichen Anteil zum Gelingen der traditionsgeladenen Kerb im Oktober bei. Die Belange des Vereins und die geplanten Aktivitäten wurden in insgesamt zwölf Vor-standssitzungen abgesprochen und jeden Donnerstag ist die Feuerwehrwirtschaft für Vereinsmitglieder, Freunde und Gönner geöffnet und somit die einzige noch verbleibende Gelegenheit, regelmäßig im Ort sich mit Freunden auf ein Bier zu treffen.
In seiner Eigenschaft als Wehrführer ging Sauerwein zufrieden auf die Standortaus-bildung ein und legte dar, wie sich die über 630 Stunden auf 35 Veranstaltungen aufteilten: sieben theoretische Übungsabende, zehn praktische Übungen, zwei Atemschutzübungen, fünf Katastrophenschutzübungen, drei gemeinsame Übungen mit der FF Langstadt, zwei Gruppenführerausbildungen, zwei mal Wartung und Pflege und vier weitere Dienstveran-staltungen schlugen zu Buche. Auch in der Statistik zum Ausbildungsstand erfülle die Harpertshäuser Wehr stets mehr als das erforderliche Soll-Maß und kann somit durchaus als gut bezeichnet werden. Bei den 21 zu bewältigenden Einsätzen handelte es sich 15-mal um Hilfeleistungen, fünf Brandeinsätzen und einen Brandsicher-heitsdienst. Sturmtief „Fabienne“ löste elf der 15 Hilfelei-stungen aus und hielt somit am 23. September letztes Jahr alle auf Trab, was aber aus der Bevölkerung mit viel Lob für die geleistete Arbeit belohnt wurde.
Ein besonderes Augenmerk legte Sauerwein noch auf die Mitgliedergewinnung des Vereins. So wurde von Schülern der August-Bebel-Schule in Offenbach in einem Abschluss-projekt mit Schwerpunkt Gestaltungs- und Medientechnik ein neues Logo für die Feuerwehren der Stadt Babenhausen entworfen, was in einem Imagefilm auf „YouTube“ zu sehen sei, den er kurz vorführte. Außerdem gab es eine Werbe-Aktion gemeinsam mit dem Edeka-Markt in Babenhausen, bei dem rund 80 Kinder über die Arbeit der Feuerwehr informiert wurden und in Kürze werde ein Bauzaunbanner zur Gewinnung von neuen Mitgliedern für die Jugendwehr aufgehängt. Man hoffe, damit die Attraktivität der Feuerwehr zu erhöhen und sowohl im Bereich Jugend als auch in den Einsatzabteilungen Zuwachs zu erzielen.
Sauerwein bedankte sich bei den Kameraden, die insgesamt über 1.000 Stunden ihrer Freizeit freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich dem Allgemeinwohl zur Verfügung gestellt hatten. Er bedankte sich auch bei Stadtbrandinspektor Achim Frankenberger, seinem Stellvertreter Heiko Plischke und den städtischen Gremien für die gute Zusammenarbeit und wünschte sich für die Zukunft, dass alle Kameraden gesund und unfallfrei von ihren Einsätzen zurückkämen.
Jugendfeuerwehrwart Phillip Timmerhaus berichtete von neun Mitgliedern der Jugendwehr (vier Jungen und fünf Mädchen) und vier Betreuern, wobei die sich sehr über Unterstützung weiterer Betreuer freuen würden. Die insgesamt 62 Gruppenstunden gliederten sich etwa hälftig in feuerwehrtechnische Ausbildung und allgemeine Jugendarbeit auf. Hier kämen noch verschiedene Tagesausflüge, das dreitägige Zeltlager und diverse Wett-bewerbe hinzu. Neben den Gruppenstunden leistete das 4-köpfige Betreuerteam über 300 zusätzliche Stunden für Sitzungen, Vor- und Nachbereitung auf örtlicher, Gemeinde- und Kreisebene. Zudem gab Timmermann ebenfalls einen Überblick über die zahlreichen Aktivitäten der Jugendwehr. Übungsstunden, Jugendsammelwoche, Ausflüge zur Eis-sporthalle, ins Phantasialand nach Brühl oder zur Zeltwoche gehörten dazu, aber auch Be-wirtungen bei Veranstaltungen der Feuerwehr und Teilnahmen an Kreisfeuerwehrtag, Kerbumzug, und Bezirksübungen seien Teil des Nachwuchs-Jahresplans. Besonders hatte es die Jugendlichen gefreut, kostenlose Saisontickets für das Babenhäuser Freibad zu erhalten, was den Jahrhundertsommer sehr erträglich gestaltete und für die attraktive Jugendarbeit spricht. Der Kassenwart des Feuerwehrvereins Amadeus Thomas verlas seinen Kassenbericht, ebenso wie Tim Seuß, der Kassenwart der Jugend. Beide wurden, ebenso wie der gesamte Vorstand, nach den Berichten der Kassenprüfer entlastet.
Bei den anschließenden Grußworten der Ehrengäste überbrachte Bürgermeister Achim Knoke im Namen der Stadt und des Magistrats seinen Dank an die vorbildliche Ortsteilwehr, die stets sehr gut mit den anderen Ortsteilen zusammenarbeite. Besonders bei den katastrophalen Auswirkungen des Sturms „Fabienne“ sei dies letztes Jahr überdeutlich geworden. Dass sich diese Kameradschaft auch im geselligen Bereich zeige, freue ihn ebenfalls, denn gerade kleine Ortschaften seien auf diese Art des Zusammenhalts angewiesen. Stadtverordnetenvorsteher Friedel Sahm kam mit seinen Worten auf die neuen Wege zur Mitgliedergewinnung zu sprechen und berichtete von den Bachelor-Arbeiten, die an der Hochschule in Aschaffenburg entstanden. So gäbe es seit letztem Jahr eine Abhandlung darüber, was man aus Marketing-Sicht zur Mitgliedergewinnung machen könne und eine zweite Arbeit, die sich speziell mit dem Thema „Jugendarbeit“ auseinandersetze, wäre gerade im Entstehen. Er betonte zudem den Fakt, dass es in Harperts-hausen zwar keine Frauen in der Einsatzabteilung gebe, aber dafür mehr als die Hälfte der Jugendlichen Mädchen seien. Auch Ortsvorsteherin Dr. Martina Seuß komme gerne zur Feuerwehr und stehe mit Respekt und Dankbarkeit vor der Leistung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Sie brächten nicht nur ein beruhigendes Sicherheitsgefühl, sondern seien wesentlicher Bestandteil des dörflichen Lebens. Zudem wünsche sie weniger Einsätze im laufenden Jahr, denn die Trockenheit und der Sturm hätten letztes Jahr schwer zu schaffen gemacht. Stadtbrandinspektor Achim Frankenberger betonte, dass nicht jeder Stadtteil prozentual so gut aufgestellt sei, wie Harpertshausen und 23 Aktive eine sehr gute Zahl sei. Auch er wünschte sich einen höheren Frauenanteil und appellierte an die Mädels im Saal, dabeizubleiben, was diese siegessicher mit hochgerissenen Armen quittierten. Daniel Kunkel, der Jugendfeuerwehrsprecher der Stadt, freute sich über den wachsenden Mädchenanteil und stellte jeweils zwei Banner pro Stadtteil in Aussicht, um insgesamt noch mehr Jugendliche für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern. Der Sprecher der Kreisjugendfeuerwehr Sören Grundmann gab einen kleinen Ausblick über die anstehenden Veranstaltungen auf Kreisebene bevor man an die Neuwahlen ging, bei der im Jugendausschuss alle in ihrem Amt bestätigt wurden. So bleibt Lara Schwarz Jugendsprecherin, Tim Seuß Kassenwart, Amy Lamsbach Schriftführerin und Maria Lamsbach Beisitzerin.
Neuer Kassenprüfer des Feuer-wehrvereins ist Florian Törl, gemeinsam mit Michele Ridente, der noch ein Jahr dabeibleiben kann. Und bei der Jugend prüft Louis Schwarz gemeinsam mit Vanessa Koser die Kasse in diesem Jahr.
Im Anschluss nahm Vorsitzender und Wehrführer Bernd Sauerwein die Mitgliederehr-ungen vor. So sind Frank Herdt und Bodo Scholz für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft, Helmut Jäger, Klaus Karstädt und Gerd Löffler für 40 Jahre und Wilhelm Kühnle für sagenhafte 50 Jahre Feuerwehr geehrt worden. Zur Würdigung der besonderen Dienste erhielten sie jeweils eine Urkunde, eine Anstecknadel und ein Weinprä-sent überreicht. Wilhelm Kühnle wurde zudem auf Beschluss die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Stadtbrandinspektor Achim Frankenberger nahm die Beförderung von Marius Weiland vor, der von nun an den Dienstgrad des Oberfeuerwehrmannes tragen darf. Überraschend beförderte er auch noch Bernd Sauerwein zum Hauptlösch-meister, da dieser zwar den Zugführerlehrgang gemacht hatte, ihm jedoch noch der passende Dienstgrad fehlte. Zum Schluss erhielten noch die Aktiven mit den meisten Übungsbesuchen ein kleines Präsent: dafür hatten sich Thomas Klose mit 78, Bernd Sauerwein mit 68 und Stephan Meyer mit 66 Stunden qualifiziert.
Nach den obligatorischen Fotos saß man noch gerne im Gerätehaus zusammen bei einem gemeinsamen Abend-essen, das der Verein gerne spendete als Dank für den außergewöhnlichen Zusammen-halt der Blauröcke.    kb

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