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Lesung & Bierprobe bei Herigar:

„Gedichte von Wassertrinkern sind in der Regel schlecht und geraten schnell in Vergessenheit”

Der Abend mit Joachim Heizmann, der sein Buch „Hopfen und Malz, Babenhausen erhalt’s“ vorstellte, verdient auf jeden Fall einen blauen Gefällt-mir-Daumen! Oder auch mehr…

„Gedichte von Wassertrinkern sind in der Regel schlecht und geraten schnell in Vergessenheit“ - dieses Zitat von Horaz ist nur ein Zitat von vielen, mit denen Joachim Heizmann seinen sehr kurzweiligen Vortrag am Donnerstag in der Alten Schule in Hergershausen spickte. Dass Werke von Biertrinkern keineswegs in Vergessenheit geraten, bewies der Babenhäuser Autor, als er der Einladung des Vereins „Herigar“ folgte und vor rund 20 Zuhörern über sein Buch referierte.

In familiärer Atmosphäre las er nicht etwa Passagen aus seinem Werk „Hopfen und Malz, Babenhausen erhalt’s“, das er im vergangenen Jahr anlässlich des 500. Jubiläums des deutschen Reinheitsgebotes herausgab, sondern nutzte die Gelegenheit zu einer Bierverkostung regionalen Bieres. Denn seiner Meinung nach sei das regionale Bier immer das Beste – egal, wo man sich gerade befinde.
Wie in seinem Buch auch, erfuhren die Zuhörer viele Details über die Geschichte des Bierbrauens, jeweils fundiert recherchiert und auf besonderen Wunsch auch quellenbelegt. Mit mal nachdenklichen, aber meist erheiternden Zitaten berühmter Persönlichkeiten hangelte sich Heizmann von Highlight zu Highlight (oder soll man sagen: „von Bier zu Bier“?) und hatte stets die volle Aufmerksamkeit seines Publikums.
Um das Buch oder auch seinen Vortrag zu genießen, muss man noch nicht einmal Bierliebhaber sein, denn Heizmanns ganz spezielle Art des Erzählens reißt einfach mit und obwohl er sich gerne bescheiden als „Hobby-Historiker“ bezeichnet, trägt sein lässiger Auftritt doch sehr professionelle Züge. So überlässt er nichts dem Zufall, wie auch der „Herigar“-Vorsitzende Ingo Rohrwasser bei der lockeren Plauder- und Signierstunde im Anschluss bemerkte. Das gut gekühlte Verkostungsbier war selbst im Kühlschrank vorsortiert und die kleine vom Autor selbstgemachte Überraschung am Ende des Vortrags versöhnte die Gaumen derer, denen das Eine oder Andere der Biere etwa zu malzlastig war.
Wer diesen unterhaltsamen Abend verpasst hat, darf nur hoffen, dass Heizmann nach dieser Premiere noch weitere Vorträge dieser Art folgen lässt. Oder man stimmt sich erst mal mit der Lektüre des Buches ein, das im Heimat- und Geschichtsverein erschienen und unter anderem auch im Territorialmuseum in Babenhausen erhältlich ist. Vielleicht trifft man da ja auch den Autor an und vielleicht kann man ihn bei der Gelegenheit zu einer humorigen Widmung überreden? Es lohnt sich!     kb

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