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Foto-Projekt der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Babenhausen:

Den „Lieblingsorten” auf der Spur

Blickwinkel der Kamera: Tipps und Tricks zeigt Reinhold Blaha den Teilnehmern des Foto-Projekts.

Stadtmühle und Schwimmbad, Spielplatz und Sporthalle sind eindeutig Lieblingsorte der Babenhäuser Jugend. Aber auch eine bestimmte Bank im Park oder ein spezieller Bereich am Bachufer, wo die Gersprenz munter über Steine wirbelt, können Lieblingsorte sein.

Die Jugendlichen, die am Foto-Projekt der Babenhäuser Kinder- und Jugendförderung teilnehmen, haben sich über ihre bevorzugten Plätze schon Gedanken gemacht, bevor sie die ersten Grundlagen über Technik und Funktion einer Kamera lernen. „Mein Lieblingsort ist der Spielplatz in Harreshausen“, erzählt Emma. Die 13-Jährige ist nicht mehr so oft auf dem Spielplatz, kennt ihn aber gut aus Kindertagen.
„Ich war oft bei meiner Patentante in Harreshausen und kenne dort viele Leute. An den Spielplatz erinnere ich mich besonders gern.“ Ums Erinnern geht es Emma auch beim Fotografieren. „Orte und Menschen verändern sich. Fotos helfen mir, mich daran zu erinnern wie sie früher ausgesehen haben.“ In Fotografien erkennt Emma aber noch mehr. „Man kann sehen, ob jemand extra für ein Bild lacht, weil der Fotograf es gesagt hat, oder ob der Mensch auf dem Foto wirklich glücklich ist.“
Am Foto-Projekt der Jugendförderung nimmt sie teil, weil sie in ihrer Freizeit häufig mit der Kamera ihrer großen Schwester unterwegs ist. „Ich fotografiere gern und möchte mehr darüber lernen.“ Dafür haben die Veranstalter einen Profi ins Boot geholt. Der Babenhäuser Fotokünstler Reinhold Blaha ist bis April an sechs Terminen mit den Kindern und Jugendlichen in und um Babenhausen unterwegs, um die Lieblingsorte der jungen Teilnehmer mit der Kamera zu entdecken.
Mehr noch: „Wir möchten den Jugendlichen die Möglichkeit geben, während des Projekts einen neuen Blick auf ihren Heimatort zu bekommen“, sagt Michael Wagner, der die Foto-Exkursionen vonseiten der Jugendförderung begleitet. So, wie sie durch die Kamera einen anderen Blickwinkel einnehmen, sollen die Jungs und Mädchen auch ein Bewusstsein für ihren eigenen Platz im Heimatort und ihre Rolle im Gemeinwesen entwickeln.
Dazu dienen Orte wie eine Senke im Bach hinter der Stadtmühle, in der sich der markante Hexenturm spiegelt. Die Stelle hat Reinhold Blaha für das Foto-Projekt ausgesucht, denn um sie fotografisch einzufangen, muss der Fotograf eine besondere Position einnehmen. Belohnt wird er mit einem stimmungsvollen Bild. „Als Fotograf sollte man ein Gespür für außergewöhnliche Perspektiven entwickeln“, sagt der Fotokünstler. Denn die Welt werde gleich viel interessanter und spannender, wenn man sie, wie bei der Spiegelung des Hexenturms, einmal auf den Kopf stelle.
Drei solcher ungewöhnlichen Motive hat Reinhold Blaha ausgewählt, die alle teilnehmenden Kinder im Laufe des mehrwöchigen Projekts fotografieren sollen. „Obwohl es immer dieselben Objekte sind, wird man eine Entwicklung bei den jungen Fotografen feststellen“, sagt er. Davon abgesehen sind die Jugendlichen in der Motivauswahl frei.
Marleen hat eine Vorliebe für Detailaufnahmen. Kleine Blumen, die aus den Fugen der Stadtmauer wachsen, Baumrinde, die Lehne einer Bank oder ein alter Wasserhahn – überall findet Marleen kleine Besonderheiten, die man erst auf den zweiten Blick oder gar nicht wahrnimmt. „Ich möchte anderen Menschen mit den Fotos einen Teil von meiner Welt zeigen“, sagt die Schülerin.  
Info: Das Foto-Projekt ist eine Kooperation der Jugendförderungen Babenhausen und Roßdorf sowie der Partnerstadt Fürstenwalde. Zur 650-Jahr-Feier der Babenhäuser Partnerstadt Fürstenwalde im Mai sollen die Fotografien des Projekts „Lieblingsorte“ ausgestellt werden. Jugendliche ab zwölf Jahre können noch einsteigen. Mehr Infos auf www.jufoe-babenhausen.de    mel

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