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Förderverein Sozialstation Babenhausen-Schaafheim:

Weitsichtige Bürger gündeten Verein vor 25 Jahren

Gruppenbild zum 25.Jubiläum: vorne von links die Gründungsmitglieder Heinz Willand, Kurt Lambert, Dorothea und Uwe Friedrich, Rolf Kreisel. Dahinter von links: Michaela Blank, Kurt Schäfer, Bürgermeister Achim Knoke, Gabi Coutandin, David Jocham, Sebastian Fuß und Wolfgang Bittner.

Zu einem gemütlichen Nachmittag lud der Vorstand des Fördervereins wie jedes Jahr im Oktober seine Mitglieder ein. Mit einer kleinen Dankesrede wandte sich die Vorsitzende Michaela Blank an die rund 50 anwesenden Mitglieder und Freunde des Vereins, dessen oberste Aufgabe darin besteht, die wertvolle Arbeit der Sozialstation zu unterstützen. Als besonderen Anlass nahm sie das 25jährige Jubiläum des Vereins, um sich bei den damals 24 engagierten und weitsichtigen Bürgern zu bedanken, die schon früh erkannten, wie wichtig die Sozialstation sei.

Immerhin fünf der Gründungsmitglieder waren an diesem Nachmittag anwesend und die Vorsitzende konnte ihnen jeweils ein kleines Präsent überreichen als Dank für ihre jahrelange Treue und ihren unermüdlichen Einsatz für die gute Sache. Seit dem Gründungsjahr 1992 habe sich die Gesellschaft verändert, denn die Bevölkerung werde immer älter, die Gelder im Sozialtopf immer knapper und die Nutzer immer mehr. Gerade jetzt sei die Gemeinschaft wichtig, um der Sozialstation die Unterstützung weiterhin zu erhalten. Besonders stolz wies Blank darauf hin, dass es auch in diesem Jahr durch großes Engagement und Spendenbereitschaft möglich war, die Mitarbeiterinnen der Sozialstation mit Arbeitskleidung auszustatten und ein größeres Fahrzeug für den Patiententransport anzuschaffen. Der neue Ford Tourneo liege etwas höher, was ein leichteres Einsteigen älterer Leute begünstige. Dieses größere Fahrzeug war dringend notwendig und durch die Übernahme von gut zwei Dritteln der Kosten mussten keine Patientenpauschalen erhoben werden. Sie bedankte sich auch beim Gastgeber David Jocham, der ebenfalls dem Vorstand angehöre und den schönen Raum für die Feier zur Verfügung stelle. Da auch die zahlreichen Kuchen und der Kaffee auf Spenden zurückgingen, entstünden keinerlei Kosten für den Förderverein. Das sei ihr besonders wichtig, da man jeden Cent der Unterstützung der Sozialstation zukommen lassen wolle.
Auch Bürgermeister Achim Knoke unterstrich in seiner Ansprache die immense Weitsicht der Vereinsgründer und freute sich, in der Kaffeerunde ausschließlich Bürger der Stadt zu sehen, die sich auf vielfältige Weise für das Wohl der Stadt engagierten. Hier scheinen sie sich zusammengefunden zu haben, um als Solidargemeinschaft die Schwächeren zu unterstützen und an vorderster Front zu helfen. Als Bürgermeister sei er stolz, solche Mitmenschen, die ihr Herz am rechten Fleck tragen, in seiner Stadt zu haben. Nach einem Erinnerungsfoto, bei dem sich die Gründungsmitglieder Dorothea und Uwe Friedrich, Heinz Willand, Rolf Kreisel und Kurt Lambert mit dem Vorstand des Vereins, dem Geschäftsführer der Sozialstation Sebastian Fuß und mit Bürgermeister Achim Knoke gruppierten, eröffnete Michaela Blank die Kuchentafel und wünschte angenehme und anregende Gespräche.
Nach einer Weile meldete sich Kurt Schäfer zu Wort, der seit mittlerweile acht Jahren die Ämter als Schriftführer und Rechner ausübt, und berichtete von den Aktivitäten des Vereins. Um die zum Glück seit Jahren konstante Mitgliederzahl von derzeit 266 Mitgliedern stabil zu halten und vielleicht noch zu steigern, werden Werbeflyer verteilt und am Stand beim Ostermarkt werden ebenfalls Mitglieder geworben. Durch diese Kontinuität war es in den vergangenen Jahren möglich, etwa alle zwei Jahre mit einem größeren Betrag Dienstfahrzeuge und Dienstkleidung für die Mitarbeiter zu spenden und ihnen dadurch die Arbeit immens zu erleichtern.
Als kulturelles Schmankerl bat er vor einiger Zeit Uwe Friedrich um einen Beitrag für den heutigen Tag, an den er allerdings eine Bedingung knüpfte: „Alles, bloß keinen Fachvortrag!“ Der Notar und Rechtsanwalt tat ihm gerne den Gefallen, da ihm das Rezitieren von Texten große Freude bereite und er dem Vorlesen und Aufsagen von Gedichten gerade bei Demenz eine große Bedeutung beimesse. So suchte er für den Anlass passend ein Gedicht von Siegfried von Vegesack aus über die „Zeit“. Ein eher ungewöhnlich sanftes Stück von Kurt Tucholsky über „Mutterns Hände“ stimmte die Zuschauer etwas besinnlich. Zur Welturaufführung brachte er anschließend ein eigenes Stück in Babenhäuser Mundart, das zwar zum Schmunzeln einlud, aber dann doch einen entfernten fachlichen Bezug hatte: „Es Destament – a Bawweheiser Gebabbel iwwer a wischdisch’s Dema“. Bei allem Gelächter, das Lisbeth und Schorsch mit ihrer naiven Unterhaltung am heimischen Herd hervorriefen, blieb nach dem Vortrag doch so ein bisschen Nachdenklichkeit im Raum hängen, was von Uwe Friedrich sicher auch beabsichtigt war.
Ein weiteres Gründungsmitglied ist Kurt Lambert, der im Gründungsjahr gerade mal zwei Jahre im Amt des Bürgermeisters war. In der Zusammenarbeit mit der Sozialstation sah er damals, dass es viele Wünsche gab, die von den finanziellen Mitteln der Stadt nicht erfüllbar waren. Durch die Gründung eines Fördervereins war es damals möglich, Zuschüsse des Sozialministeriums in Wiesbaden zu beantragen, um Dienstfahrzeuge für die ambulanten Einsätze der Mitarbeiter der Sozialstation anzuschaffen. Für die unbürokratische Hilfe des Vereins waren die Mitarbeiter sehr dankbar. Das soziale Engagement Babenhäuser Bürger genießt ein hohes Ansehen und so konnte der Verein von damals 24 auf gut das Zehnfache an Mitgliedern anwachsen. Der Nachmittag verging wie im Fluge und man saß noch lange in Gespräche vertieft an den herbstlich dekorierten Tischen.      kb

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