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Continental:

Eine Milliarde Messwerke aus Babenhausen

Das Milliardste Messwerk wurde symbolisch per Hand gefertigt.

Als Marc Hübner das Podium betritt, zeigt die digitale Tafel neben ihm die Zahl 999.990.752. Sie gibt die Menge der bisher im Babenhäuser Continental-Werk produzierten Messwerke an. In Abständen von wenigen Sekunden kommen jeweils drei Messwerke hinzu. Von dem Moment an, als der Leiter des Produktionssegments Messwerke ans Mikrofon tritt, wird es noch eine Stunde dauern, bis das Milliardste Messwerk die Produktionsstraße verlässt.

Für Marc Hübner, Werksleiter Horst Breitwieser, Albrecht Pöttcher, Controller des Instrumentation-Business, sowie Ehrengäste und Produktionsmitarbeiter am Continental-Standort Babenhausen ist dies ein besonderer Augenblick. Denn die Zeiger-Antriebssyteme selbst und die enorme Produktivität im Babenhäuser Werk zeugten, laut Werksleiter Breitwieser, von einer beispielhaften Innovationskraft.
Rund 250.000 Messwerke werden täglich in Babenhausen gefertigt. Dazu werden etwa 1,5 Millionen Kunststoffeinzelteile verbaut. Von den knapp 2.000 Mitarbeitern, die in der Produktion beschäftigt sind, arbeiten 150 in der Messwerk-Fertigung. Weitere 1.800 Mitarbeiter sind in Verwaltung und Entwicklung tätig.
Auch die Zeiger-Antriebssysteme, die mit 18 Patenten geschützt sind, wurden in dem Unternehmen entwickelt, wie Marc Hübner in einem Rückblick erläuterte. Die Entwicklung begann 1993, als die heutige Continental-Automotive GmbH noch unter dem Namen VDO-Mannesmann firmierte. Schon damals wurden jährlich fünf Millionen Kombiinstrumente produziert.
An die damals üblichen Schrittmotoren wurden jedoch neue Anforderungen gestellt. Eine lötfreie Montage und staubfreie Verbindungen auf den Leiterplatten sowie eine geringere Bauhöhe und Geräuscharmut waren gefordert. Bis zum Anlauf der Serienproduktion der optimierten Zeiger-Antriebssysteme hatten die Entwickler zwei Jahre Zeit.
1998 fiel die Entscheidung für Babenhausen als Montage-standort. Zwölf Monate später begann dort die Produktion der Messwerke. Im ersten Jahr wurden 500.000 Stück gefertigt. Bis 2007 steigerte das Unternehmen die Produktion auf 60 Millionen Messwerke pro Jahr. Neben der Produktivität wurden auch die Messwerke selbst stetig weiterentwickelt. Inline-Kameraprüfungen wurden zum Qualitätsstandard.
2012 erweiterte Continental die Kapazität um zwei Produktionslinien. Insgesamt investierte das Unternehmen 56 Millionen Euro in seine Fertigungsanlagen. „Wir liefern unsere Messwerke weltweit an 18 Produktionsstandorte, sodass sie in nahezu allen Instrumentierungen der meisten Automobilhersteller verbaut sind“, sagte Horst Breitwieser.
Die klassischen Tacho-Zifferblätter mit Zeiger, die im Babenhäuser Werk gebaut werden, würden jedoch zunehmend von digitalen Displays abgelöst. Der Blick in die Zukunft zeige, dass die Ära der Zeiger-Antriebssysteme zu Ende gehe. Die Kunden seien von Consumer Electronics, also Smartphones und Tablets mit Touch-Screen, beeinflusst und erwarteten ähnliche Eingabemöglichkeiten auch in Fahrzeugen. Das Unternehmen betreibe entsprechende Entwicklungen und sei für die Zukunft gerüstet.       mel

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