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Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen:

Im Territorialmuseum startete eine Zeitreise in das Jahr 1919

Der Saal des Territorialmuseum war am Montagabend (29.) sehr gut besucht und 22 Interessierte waren schon gespannt auf die Reise in die Vergangenheit. Der „Reiseführer“ Joachim Heizmann stimmte die Reisegruppe der besonderen Art auf die Geschehnisse vor einhundert Jahren ein und schilderte neben der „großen Politik“ und den zahlreichen Unruhen als Folge der „Revolution“ auch die Ereignisse in Babenhausen vor einhundert Jahren.

Die thematische Führung startete dann im Dachgeschoss im Ausstellungsbereich der Räuberbanden um den sagenumwobenen Hölzerlips. Die verschiedenen Wahlen  des Jahres 1919 wurden in diesem Bereich vorgestellt und anhand zahlreicher Ausschnitte aus der „Babenhäuser Zeitung“ veranschaulicht. Damals wurden zahlreiche „Volksversammlungen“ einberufen und „Männer! Frauen! Jungfrauen!“ hierzu eingeladen. Neben der Wahl zur deutschen Nationalversammlung und zur hessischen Volkskammer wurde auch auf die Bürgermeisterwahl in Babenhausen eingegangen.  
Einen umfassenden Einblick auf die kulturellen Veranstaltungen konnte man eine Etage tiefer erhalten. Zahlreiche Inserate von Vereinen aber auch von „Reisenden Unterhaltungsgruppen“ zeugten von einem umfangreichen kulturellen Leben in Babenhausen des Jahres 1919. Insbesondere die Kapelle des Feldartillerie Regimentes Nr. 61  und das „Garnisontheater“ waren eine Bereicherung des Babenhäuser Veranstaltungskalenders und traten regelmäßig auf.
Im Museumsbereich „Reformation in Babenhausen“ gingen Joachim Heizmann und Klaus Mohrhardt auf einen unglaublichen Vorgang in der Babenhäuser Stadtkirche ein. Als die evangelische Kirche und die Stadt Babenhausen „des herrlichsten ihrer Denkmäler – eines der bedeutendsten Holzschnitzwerke Deutschlands – teilweise beraubt wurde“. Der Diebstahl von zwei Altarfiguren wurde anhand verschiedener Zeitungsberichte und einer „Suchmeldung“ eines Museumsverbandes veranschaulicht.
Besonderheiten und außergewöhnliche Begebenheiten wurden während der Führung ebenso vorgestellt wie „das normale Leben“ im damaligen Babenhausen. Von Essenmarken über den Eisenbahnfahrplan und des Verzeichnis der Fernsprechteilnehmer ( Tel.-Nr. 1 hatte Dr. Michel, Tel.-Nr. 2 erhielt die Eisenbahnstation, die 3 hatte das Hotel „Deutscher Hof“, mit der 4 erreichte man die Bürgermeisterei Babenhausen und mit der 5 das Geschäft „Friedrich Fuhr, Nachfolger“) wurden zahlreiche Geschehnisse vorgestellt, die die Menschen von Babenhausen vor einhundert Jahren wohl besonders bewegten. Mit einem Artikel der „Babenhäuser Zeitung“ über das Weihnachtsfest 1919 endete die thematische Führung.         hz

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