Dritter Babenhäuser Hofflohmarkt

Eine Stadt, 69 Standorte und knapp 80 Teilnehmer – so lässt sich der dritte Hofflohmarkt in Babenhausen in Zahlen zusammenfassen. Die Zahl der angebotenen Artikel hingegen lässt sich unmöglich beziffern.

Die Flohmarktanbieter hatten fleißig die Inhalte ihrer Dachböden, Keller, Schubladen und Schränke sortiert und ihre Höfe und Gärten mit den gut erhaltenen, aber überflüssig gewordenen Dingen bestückt. So wie Jennifer Klein und Brigitta Müller, die für den Hofflohmarkt ihr Tor in der Altstadt geöffnet haben und im hübsch gestalteten Innenhof antikes Geschirr und allerlei Dekoratives und Nützliches anbieten. Draußen hängen außerdem bunte Sommerkleider. Auch Sohn Ricus macht mit und bessert sein Taschengeld mit dem Verkauf von Spielsachen auf, die er nicht mehr braucht und deshalb lieber an ein anderes Kind weitergeben möchte.
„Es ist immer schön, wenn sich jemand über etwas freut, was er schon lange gesucht hat oder was neu zu teuer wäre“, erzählt Jennifer Klein. Der Nachhaltigkeitsgedanke habe ihr an Flohmärkten immer schon gefallen. Ein paar Häuser weiter erntet eine alte Holztruhe viele interessierte Blicke und deren Besitzer beantwortet gutgelaunt immer wieder ähnliche Fragen nach deren Herkunft und ob die Truhe wohl ein Geheimfach habe. Das kann wohl nur herausfinden, wer das ungewöhnliche Behältnis erwirbt.
Oftmals sind es Jugendliche, die in den Höfen einen Stand betreiben. Unter ihnen Ajala und Zoe. Die beiden sind schon zum dritten Mal dabei und haben inzwischen ein System entwickelt, um vorab eine Auswahl der Dinge treffen zu können, die sie verkaufen wollen. „Wenn es mir schwerfällt, mich von etwas zu trennen, dann behalte ich es noch ein Jahr“, erklärt Ajala. So werde der Stapel mit Flohmarktartikeln allmählich kleiner. „Es kommt aber auch immer wieder etwas dazu“, gesteht sie. Die beiden Mädchen haben inzwischen ein Gespür dafür bekommen, was gefragt ist und was eher nicht. „Kleidung geht nicht so gut, aber Spiele, Bücher und Modellautos finden immer einen neuen Besitzer.“ Auch Danielle und Melina haben sich zusammengetan, um einige Dinge zu verkaufen, die sie nicht mehr brauchen.
Gleich acht Stände gibt es unter dem Dach der Kinder- und Jugendförderung. Überall finden viele nützliche und schöne Dinge ein neues Zuhause. Wobei mancher Flohmarktbesucher vorsichtshalber mit dem Fahrrad oder zu Fuß gekommen ist. „Ich kenne mich“, sagt ein Mann schmunzelnd, der an diesem warmen Frühsommertag an seinen beiden vollen Stofftaschen schon recht scher trägt. „Wenn ich mit dem Auto hier wäre, würde ich wieder viel zu viel mitnehmen.“      mel

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