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Gesangvereine Volkschor-Sängerbund und Eintracht:

Rauschende Ballnacht in der Stadthalle

Angenehme Ballatmosphäre genossen die Tanzpaare beim 23. Ball der Vielharmonie in Babenhausens Stadthalle. Wenn gleich zwei Gesangsvereine mit insgesamt drei Chören gemeinsam singen, ist die Tanzfläche gerade groß genug für die vielen Sängerinnen und Sänger. „Moonriver“ zeugte davon, dass auch gesanglich „viel Harmonie“ zwischen den Vereinen besteht.

Mit einem „Hexenlied“ eröffnete der Frauenchor des Gesangsvereins Eintracht den Ballabend in der Stadthalle. nter der Leitung von Rodrigo Affonso und Klavierbegleitung von Amélie Doucet boten die Damen von „Women and Voices“ das bekannte Stück von Felix Mendelson Bartoldy.

Nach der kurzen Begrüßung durch Eintrachtsvorsitzenden Manfred Kunkel ging erst einmal ein Raunen durch das zahlreich erschienene Tanzpublikum: erschrocken blickte man sich um, als Kunkel etwas nervös davon sprach, dass die Abendkasse verschwunden sei und man doch bitte sitzen bleiben möge. Es schlichen auch sofort dunkle Gestalten durch den Saal und auf die Tanzfläche und es fiel sogar ein Schuss! Im dunklen Maffia-Outfit, Sonnenbrille und Hut sangen die Herren stimmgewaltig den „Kriminal Tango“ und langsam konnte das Publikum auch wieder entspannen und den Vortrag des Männerchores genießen, der mit einigem schauspielerischen Geschick und unter der musikalischen Leitung von Pavlina Georgiev gesungen wurde.
Die Ehrengäste wurden vom Vorstand des Gesangsvereins Volkschor-Sängerbund begrüßt, der auch gleich die Ansage seines eigenen gemischten Chores vornahm. Während er sprach, schaute er ungeduldig in Richtung Tür und war sichtlich erleichtert, als auch seine letzten Sängerinnen eintrudelten: sie kamen mit der (Holzeisen-) Bahn und hatten deshalb Verspätung. Die gesangliche Fahrt ging nach „Portsmouth“ und wurde ohne weitere Vorkommnisse unter der erfahrenen Leitung von Anne Paul durchgeführt. Seit 25 Jahren leitet sie den Chor des Sängerbundes und aus diesem Anlass werde es am 31. März auch ein „etwas anderes Konzert“ in Babenhausen geben. Dann werde das Publikum nämlich ausdrücklich zum Mitsingen aufgefordert, verriet Richter.
Um dem Balltitel gerecht zu werden, sangen alle Chöre gemeinsam und mit „viel Harmonie“ noch das Lied „Moonriver“ und füllten nicht nur räumlich die gesamte Tanzfläche, sondern auch stimmlich den festlich geschmückten Saal.
Nach diesen gesanglichen Darbietungen eröffneten die verantwortlichen Organisatoren Richter und Kunkel den Ballabend. Bei einem mitreißenden Wienerwalzer dauerte es nicht lange und die Tanzfläche war gut gefüllt mit Tanzfreudigen aus Stadt und Umland. Die beliebte Odenwälder Band „Lärmfeuer“ bot ein sehr abwechslungsreiches Repertoire an gepflegter Tanzmusik vieler Richtungen und für alle Altersklassen. Beschwingt belebten festlich gekleidete Tänzer das Parkett und bei Rumba, Tscha-tscha-tscha und Foxtrott sah man wahre Talente mit anspruchsvollen Tanz-elementen und eleganten Bewegungen über die Tanzfläche schweben. Es zeigte sich deutlich, wer das Ambiente einer Ballnacht schätzt.
Die beliebten 12er-Tische im großen Saal der Stadthalle waren mit rund 200 Tanzgästen gut besetzt, doch im kleinen Saal hätten noch ein paar mehr Platz finden können. Kunkel erzählt, dass das Tanzpublikum zum Großteil aus Tanzgruppen und -Clubs zusammengesetzt sei, die er im Vorfeld anschreibe, denn nur aus dem Stadtgebiet bekäme man den Saal nicht gefüllt, wie er bedauernd resümiert.
Zu fortgeschrittener Stunde folgte der Auftritt von zwei Tanzgruppen der Tanzschule Werle, die schon seit dem Beginn des beliebten Babenhäuser Balls in den späten Neunzigern mit verschiedenen Shows dabei war. „Video-Clip-Dance“ wird von den Gruppen „Victory“ und „Happy Feet“ gezeigt. Die Tanzgruppen nehmen regelmäßig an Turnieren teil und „Victory“ errang im vergangenen Jahr den Europameistertitel in der Kategorie Kinder. Trainiert werden die Gruppen von Maxine Werle, begleitet wurden sie am Samstagabend von der Chefin Melanie Werle persönlich, die gerne nach Babenhausen komme.
Wer die Tanzpausen zu einer kleinen Stärkung nutzen wollte, konnte aus einer gepflegten Karte wählen, die getränketechnisch von den Vereinen gestemmt und bei den Speisen vom Restaurant Goldener Engel unterstützt wurde. Marijo Colak und sein Team versorgte die Gäste mit gewohnt köstlichen kleinen Gerichten.
Im Kleinen Saal stand zudem eine Bar zum Verweilen zur Verfügung, die ebenfalls beliebter Anlaufpunkt war. Der 23. Ballabend der Vielharmonie bot Altbewährtes auf hohem Niveau und Kenner merken sich schon jetzt wieder das Tanz-Highlight für Mitte Januar 2020 vor.     kb

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