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Schule im Kirchgarten:

Reit-AG erhält Auszeichnung der Reiterlichen Vereinigung

Die Teilnehmer der Reit-AG (vorne) freuten sich insbesondere über den Schulbesuch von Tino und Vino, den beiden Haflingern. (v.l.) Claudia Weiland (SiK), Kyra Geißler vom Reit- und Fahrverein Babenhausen, Anette Reichel und Georg Schäfer von der Reiterlichen Vereinigung, Silke Schulz-Mandl (Schulleiterin der SiK) und Herr Weiland hatten ebenfalls viel Freude bei der Preisüberreichung.

Im Jahr 2003 wurde die Reit-AG in der Schule im Kirchgarten (SiK) aus der Taufe gehoben. Die Idee stammt von Claudia Weiland, selbst begeisterte Reiterin und Lehrerin an der Schule im Kirchgarten. In der Reit-AG treffen sich zehn Schülerinnen und Schüler  aus den zweiten bis vierten Klassen die an fünf Terminen in den Reitsport schnuppern dürfen.

Warum Reiten als Schulsport?
„Reiten ist für die Fitness und die Seele!“ Oft wird der Reitsport auch als Therapie empfohlen da Reiten die Aufrichtung der Wirbelsäule fördert, die Muskeln und Bänder kräftigt, Gelenke mobilisiert und hilft Haltungsschäden vorzubeugen. Das Reiten hat aber auch auf die seelische und soziale Entwicklung von Kindern eine ausgleichende und fördernde Wirkung. Verantwortung und Fürsorglichkeit im Umgang mit dem Pferd ist ein wichtiger Bestandteil. Daneben kann man das Pferd auch als guter Zuhörer kennenlernen und als ein Objekt zum Liebhaben. Das Selbstbewusstsein der Kinder wird gestärkt und da Reiten ein Gruppensport ist, lernen die Kinder auch sich in einer Gruppe zurechtzufinden. Immer wieder stellen die Lehrkräfte fest, dass die Kinder nach einer Unterrichtseinheit mit Pferden glücklich sind, über das ganze Gesicht strahlen und sich auf die nächste Stunde freuen.
Sport und Bildung
Die Bildung spielt im Reitsport eine große Rolle. Es geht hierbei um den Erwerb von Kenntnissen und Kompetenzen. Gerade der Reitsport ermöglicht den Kindern soziale Fähigkeiten und Disziplin zu entwickeln. Somit wird durch den Reitsport die fachlichen und die überfachlichen Kompetenzen gestärkt. Im Reitsport können auch inklusiv beschulte Kinder ihre Defizite durch den Partner Pferd perfekt kompensieren: „Im Sattel sind alle gleich!“
Struktur und Umsetzung
Der Unterricht erfolgt durch Claudia Weiland als Trainerin, gleichzeitig ist sie die Ansprechpartnerin für den Schulsport im Reit- und Fahrverein Babenhausen. „Die Schule ist ein fester Bestandteil des Vereins“ schildert die engagierte Pädagogin und lobt im gleichen Atemzug den Reitstall Geißler, bei welchem die Pferde optimal untergebracht sind. Als außer- gewöhnlichstes Problem waren in den sechzehn Jahren Allergien zu verzeichnen, dies wurde allerdings nur zwei Mal festgestellt. Durch das umsichtige Verhalten aller Beteiligten kam es in den sechzehn Jahren nur zu drei Stürzen, die alle glimpflich abliefen.
Entwicklung und Nachhaltigkeit
Reiten prägt den Charakter, fördert die persönliche und soziale Entwicklung. Reiten heißt sich durch Niederlagen kämpfen und Siege feiern, die eigenen Ängste Tag für Tag überwinden. Aufgeben gibt es im Reitsport nicht, wer fällt – und das tut jeder Reiter mal – klopft sich den Dreck von der Hose, steigt auf und versucht es wieder. Das formt und prägt jeden Menschen – und genau das spiegelt eine Studie der Reiterlichen Vereinigung wider: Reiter sind selbstbewusst, diszipliniert, zielstrebig und begeisterungsfähig. Kinder der Reit-AG sind sich weiterhin der artgerechten Pferdehaltung bewusst. Sie sind sensibilisiert für einen angemessenen, wertschätzenden aber konsequenten Umgang mit dem Partner Pferd.
Für den Reit- und Fahrverein hat sich das Fenster der Nachwuchsförderung geöffnet. Oft treten Kinder, die die Reit-AG besucht haben, in den Verein ein. Für die Schule ist die Reit-AG eine der beliebtesten Arbeitsgemeinschaften. Die Wartelisten sind lang und die Kinder sind begeistert.
Auszeichnung
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (Dachverband aller Züchter, Reiter, Fahrer und Voltigierer in Deutschland) hat das Engagement der Schule im Kirchgarten ausgezeichnet. Nur wenige Schulen wurden mit dieser Würdigung versehen. Die Vertreter der Reiterlichen Vereinigung (Anette Reichel und Georg Schäfer) gingen bei der Übergabe des Preises auf die Vermittlung von Werten und die Förderung der Gesundheit im Sportunterricht ein. Rücksichtnahme, Verantwortung und Disziplin wurden ebenso genannt wie das aufeinander hören und aufeinander zugehen sowie den erforderlichen Respekt zum Tier und der Umwelt.       hz

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