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heidegalerie Sickenhofen:

Was man mit Liebe betrachtet…

Während das Ehepaar Schneider schon mit Basilikum-Ablegern ausgestattet auf dem Weg nach Hause war, kamen zwei Eppertshäuserinnen eben erst an. Gemeinsam stellten sie sich mit dem Ehepaar Jakob gerne zwischen den blühenden Büschen auf der Terrasse zu einem Erinnerungsfoto.

Spontan fällt einem das Zitat von Christian Morgenstern ein, wenn man den gepflegten Garten in der Harpertshäuser Straße 12 in Sickenhofen betritt: „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.“

Man möchte ergänzen: desto sorgsamer wird er mit ihr umgehen. In diesem Garten walten zwei Menschen, die auf Details achten und die kleinsten Veränderungen erkennen, sie hegen und pflegen und oft Unscheinbares in den Fokus setzen.
Während der Titel am vergangenen Sonntag zwar „Kunst und Hortensien“ lautete, kamen Besucher am durch den Wind besonders wachgerüttelten Duft des Strauchbasilikums nicht vorbei. In verschiedenen Töpfen über den gesamten Garten verteilt, verleitete der als „absoluter Bienenliebling“ bezeichnete Strauch zum zärtlichen Streicheln über Blätter und Blüten. Ein Dufterlebnis, dem das Erlebnis fürs Auge folgte: sobald man über die kleine Brücke am Teich vorbei und mächtige Hortensienbüsche passierend durch die Terrassentür im Wohnhaus verschwand, tauchte man ein in die Vielzahl der Gemälde, in denen die Künstlerin Heide Jakob ihre Liebe zur Natur festhält.
Fotorealistisch und überdimensional in Öl oder mit einem Hauch von Farbe in Aquarell angedeutet, transportieren sie stets die Aufmerksamkeit, die das Ehepaar Jakob ihrer unmittelbaren Umwelt schenkt. In Fotoreportagen sind besondere Momente auf diversen Schautafeln festgehalten und wer genügend Zeit mitbringt, nimmt viele Informationen mit. Im Sommer komme sie nicht zum Malen, erzählt die Künstlerin, denn da fessle sie der Garten, in dem sie und ihr Mann Carl-Heinz jede freie Minute verbringen. Der Fotoapparat leistet dabei gute Dienste, damit im Winter wieder viele schöne Motive zur Verfügung stehen.
Die Besucher geben sich die Klinke in die Hand und interessante Gespräche bieten viel Abwechslung. Das sei auch einer der Gründe, warum das Ehepaar seit über 20 Jahren dreimal im Jahr die Pforten zu Garten und Galerie öffneten: „Es kommen immer so viele interessante Leute!“ freuen sie sich. Die Vorbereitungen seien mittlerweile zur Routine geworden und man habe gelernt, wie man mit Wetterlaunen umgehe. So war auch der teils böige Wind am Sonntag kein Hindernis.
Im Frühjahr wird es Ende April wieder ein Kamelien-Termin geben und bei der zweitägigen Veranstaltung „Offene Gartenpforte“ Mitte Juni wird auch der Garten der Malerin dabei sein. Ende September 2020 dürfen auch die Hortensien wieder bewundert werden. Jakobs freuen sich auf die vielen Gäste und hatten auch letzten Sonntag Stecklinge und Samen aus ihrem Paradiesgarten für ihre Gäste bereitgestellt, die ebenso wie die Aquarell-Karten der Künstlerin gegen eine Spende abgegeben wurden. Seit Jahren fließen auf diese Weise Spenden direkt zu wohltätigen Zwecken, die Jakobs gerne unterstützen.         kb

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