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„Segen to go“ am Denkmaltag

Luftballon- und Segensbändchen-Aktion des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald kommt am Tag des offenen Denkmals gut an

Tag des offenen Denkmals des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald mit  „Segen to go“.

„Gottes Segen verbindet und stärkt“, steht auf den violetten und hellblauen Bändchen. Es sind schöne Szenen, die sich vor dem Darmstädter Schloss in Groß-Umstadt abspielen. Da ist das kleine Mädchen, das sich andächtig das Segensbändchen an den Arm binden und dabei den Segen zusprechen lässt. Da ist der ältere Mann, der seiner Frau das Segensbändchen umlegt und ihr liebevoll in die Augen schaut.

Mit einem „Segen to go“, einem Segen zum Mitnehmen, war das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald am Tag des offenen Denkmals vor dem Darmstädter Schloss präsent. „Der Segen ist für mich die Liebeserklärung Gottes an jeden Menschen, die ich gerne weitergebe, die ich gerne weitersage, damit sie für den Menschen hörbar und spürbar wird“, sagt Karin Jablonski, im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald als Referentin für die Arbeit mit Menschen in der zweiten Lebenshälfte tätig. Für die Kinder gab es am Tag des offenen Denkmals außerdem lila Luftballons, auf denen das Jahresthema des Dekanats zu lesen war: „Fürchtet euch nicht.“ Vor allem die ganz Kleinen schauen den Ballon staunend an, wie sie sich im Wind wiegen, sobald Mama sie an den Kinderwagen gebunden hat. Und so sind die lila Ballons bald allerorten in der Groß-Umstädter Altstadt zu sehen. Auf dem Marktplatz, vor der Stadthalle in den Gassen.
Der bundesweite Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September fällt in Groß-Umstadt regelmäßig mit dem Bauernmarkt zusammen. „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautete in diesem Jahr das Motto. Das Darmstädter Schloss, Sitz des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald war den Tag über geöffnet. Im Gebäude gab es Kaffee und Kekse, Bilder der Kirchen des Dekanats und Informationen zum Gebäude, das seit 2010 Sitz des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald ist.
Die Besucherinnen und Besucher interessierten sich für den Ausbau des Darmstädter Schlosses, in dem vor dem Umbau Wohnungen untergebracht waren, die noch mit Kohleöfen beheizt wurden. Sie ließen sich ins Dachgeschoss führen, in dem nun die Dekanatsjugendstelle und ein großer Besprechungsraum untergebracht sind. Oder sie ließen sich das sogenannte „Allianzwappen“ an der Nordseite zeigen, das die Verbindung zweier Grafschaften symbolisiert. Hier ist Geschichte eingemeißelt: Unter dem Hanauer Wappen sind die Wappen von Anna von Lichtenberg und Philipp von Hanau dargestellt, die am 3. September 1458 in diesem Gebäude die Ehe vollziehen.
1376 wurde das Darmstädter Schloss, auch als „Hanauer Schloss“ bezeichnet, erstmals erwähnt. Einst war es eine mächtige Burganlage, mit Torturm und Türmchen auf dem Dach und insgesamt etwa 14 Gebäuden. Bis 1504 wurde sie von den Herren von Hanau genutzt. 1524 kam sie an die Landgrafen von Hessen. Diese bauten die Burganlage von 1727 bis 1747 zu einer barocken Dreiflügelanlage auf S-förmigem Grundriss um. 1952 wurde der Westflügel abgebrochen. Heute besteht das Darmstädter Schloss aus zwei senkrecht aufeinander stoßenden Flügeln, die unter einem Mansarddach vereinigt sind.

(Text: S. Rummel / Foto: Ev. Dekanat Vorderer Odenwald)

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