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Hergershausen:

Summstein für Herigars Sinnengarten

Eine schwere Herausforderung – der Summstein bekommt seinen Platz in Herigars Sinnengarten.

Seit der Verein Herigar in Hergershausen vor drei Jahren damit begann, mit viel gärtnerischem Wissen  und Geschick einen Sinnengarten anzulegen, steht ein Summstein auf der Wunschliste der Mitglieder. Doch bevor das größte und schwerste Gestaltungselement des Gartens angeschafft werden konnte, musste zunächst die Finanzierung stehen. 10.000 Euro kostet das knapp zwei Meter hohe und 2,5 Tonnen schwere Gebilde aus Basaltstein, das auf zwei Seiten kreisrunde Aushöhlungen – sogenannte „Summlöcher“ – hat.

Steckt man den Kopf in eines der Löcher und atmet tief summend aus, kann die Resonanz Vibrationen im ganzen Körper erzeugen. Durch Veränderung der Tonlage können die Vibrationen verstärkt oder abgeschwächt werden. Mit dem Summstein sollen also mehrere Sinnenswahrnehmungen angesprochen werden.
Der Summstein ist der vorläufig letzte von drei Bauabschnitten im 800 Quadratmeter großen Sinnengarten neben dem ehemaligen Schulhaus, für das Herigar die Trägerschaft übernommen hat. Während eine Reihe anderer Projekte durch Fördermittel und Mitgliedsbeiträge finanziert wurde, ermöglichten Sponsoren nun die Anschaffung des Summsteins.
Seine Ankunft wurde sorgfältig vorbereitet, ein geeigneter Platz ausgesucht und ein stabiles Fundament errichtet, auf dem der Basaltstein sicher steht. „Summsteine gibt es aus verschiedenen Materialien“, sagt Mathias Brendle, ein Mann der ersten Stunde des Vereins. „Wir hatten die Wahl zwischen Basalt, Granit und Sandstein. Dass alle drei Gesteinsarten in unserer Region vorkommen, machte die Entscheidung nicht leichter.“ Die Wahl fiel auf Basalt, da, so Brendle, Sandstein zu porös sei, Granit eine „gewisse Baumarktästhetik“ habe.
Aus welchem Steinbruch das lang ersehnte Gestaltungselement stammt, weiß niemand so genau. Fest steht: Er hat eine etwa 400 Kilometer lange Reise quer durch Bayern hinter sich. Den Stein auf seinem neuen Standort im Sinnengarten zu platzieren, gestaltete sich schwierig. Eine etwa 50 Zentimeter lange Fixierstange am Boden des Steins musste in ein Loch im Betonfundament eingepasst werden. Keine leichte Aufgabe für Kranfahrer Martin Kuhne, war es doch unvermeidlich, dass sich die Stange beim Aufrichten des tonnenschweren Steins leicht verbog. Einige präzise Hammerschläge und Anfeuerungsrufe später stand der Summstein an seinem Platz.
Einige Herigar-Mitglieder konnten den Stein bereits testen. Alle anderen müssen sich bis Samstag (13.) gedulden. Dann wird der Stein im Rahmen der Tage der offenen Höfe und Gärten in einem kleinen Festakt enthüllt.        mel
 

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