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Antwort auf Babos Geb(r)abbel...

(.. in der BZ vom 6. Juli 2017)

Waren das Zeiten. Waren das Zeiten, als der „Gersprenz Lauscher“ noch unterwegs war und mit seinem feinsinnigen und subtilen Humor auf die guten wie auch die unschönen Dinge unserer Stadt aufmerksam machte und sich dabei in der ihm eigenen sehr humorvollen Art die echten oder die vermeintlichen Verantwortlichen zur Brust nahm. Mit Augenmaß, niemals verletzend und dabei immer auch die größeren und kleineren menschlichen Schwächen im Auge behaltend, übte er auf hohem Niveau Kritik ohne dabei zu vergessen immer auch einen versöhnlichen Schlussakkord zu setzen.

Und heute? Heute „babbelt“ Babo – oder besser, heute klagt Babo uns an. Mit uns meine ich die Politiktreibenden unserer Stadt. Die Stadtverordneten zum Beispiel, die von Babo kurzerhand zu „Hobbypolitikern“ degradiert werden. Oder meint Babo das vielleicht doch wörtlich? Meint er, dass die Stadtverordneten das Ganze als Hobby betreiben? Wenn ja, so sollte man annehmen, hat Babo ordentlich recherchiert und die Stadtverordneten nach ihren Motiven für ihr Engagement befragt. Wie sonst könnte Babo behaupten, wir Stadtverordneten betreiben das als unser Hobby? Wie sonst kann er behaupten, wir seien Hobbypolitiker?
Um es klar zu stellen, mit mir hat Babo nicht gesprochen. Für mich ist das was ich hier tue alles andere als ein Hobby. Dafür ist mir die ganze Sache viel zu wichtig. Ich mache das zwar zum ersten Mal dafür aber ehrenamtlich, und ich mache das, weil es mich interessiert. Ich bin weder ein politisches Alphatier wie Babo gerne suggerieren möchte noch leide ich an einer Profilneurose. In diese Klischeeschublade lasse ich mich auch nicht stecken. Und dass der Diskurs im öffentlichen Raum durchaus auch kontrovers und in Form eines Streites in der Sache geführt wird, ist normal, auch wenn dies für Babo vielleicht neu sein sollte.
Wenn Babo mich nun als Hobbypolitiker bezeichnet, tut er dies entweder weil er mich und meine Arbeit abqualifizieren möchte oder er bezeichnet mich so obwohl er in der Sache überhaupt nicht recherchiert hat und daher meine diesbezüglichen Motive auch nicht kennen kann. Beides ist nicht in Ordnung.
Aber fragen wir uns doch mal wer dieser Babo eigentlich ist. Fragen wir uns doch mal wer hinter dieser Kunstfigur steht. Wer ist das, der sich da aus der Deckung eines Pseudonyms heraus als verbaler „Heckenschütze“ betätigt. Was qualifiziert Babo eigentlich so über die Politiktreibenden dieser Stadt zu urteilen und zu schreiben. Hat Babo dafür eine qualifizierte journalistische Ausbildung durchlaufen, ist er „Volkes Stimme“ oder ist er gar ausgebildeter Psychologe? Er schreibt ja in der BZ und für die BZ auch noch unter seinem richtigen Namen. Hat er das was er da tut eigentlich auf der Grundlage einer soliden Ausbildung gelernt oder ist er am Ende auch nur ein Amateur auf diesem Gebiet? Ein Amateur unter Amateuren also? Ein Hobbyschreiberling eben. Wenn dies zutreffen sollte, dann wäre Babo aus meiner Sicht gut beraten doch etwas sachlicher aufzutreten. Zumal wir Politiktreibenden als Spielwiese für seine, wie ich gehört habe, eher mittelmäßigen Büttenreden nun wirklich nicht taugen.
Zu dem von Babo am Ende verwendeten Zitat von Einstein (wenn es überhaupt von Ihm stammt) meine ich, dass Derjenige, der sich mit Erkenntnissen und Zitaten wirklich großer Frauen oder Männer schmückt, in Wirklichkeit nur von dem geborgtem Glanz der fremden Federn lebt. Wenn Babo nicht aufpasst, läuft er schnell Gefahr, vom „Babbler“ zum Schwätzer zu mutieren. Und das wäre doch schade, oder? U. Bodelle

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