Anhand einer historischen Karte (mit freundlicher Genehmigung kopiert aus dem Buch von Thilo Fink) zieht er Vergleiche zwischen dem Ort um 1834 und Heute. Aus den damals nur 469 Einwohnern wurden immerhin 1654 Einwohner, wie aus einer Erhebung aus dem Jahr 2013/14 hervorgeht. Neben der Straßenführung geht Kolb besonders auf die wasserführenden Linien auf dem Plan ein. Neben Trinkwasser, zur Körperpflege und Wäschewaschen waren die Fließgewässer auch bedeutsam für die Ansiedlung von Mühlen zum Mahlen des Getreides, später auch zur Energiegewinnung.
Beim bevorstehenden Spaziergang sollte die Gruppe auch über das neue Wehr zur „Konfurter Mühle“ gelangen: auch darüber wusste Kolb Einiges zu erzählen. Viele Fakten, gespickt mit unterhaltsamen Anekdoten, lieferten genug Gesprächsstoff für den etwa einstündigen Spaziergang. Meo (8 Jahre) nimmt mit seinen Eltern schon seit mehreren Jahren an dieser Jahresauftaktveranstaltung teil, weil man „da immer so viel Interessantes über das Dorf erfährt“
Das Ziel lag mitten im Wald: als die Wanderer mit geröteten Wangen am „Pflanzenhäuschen“ ankamen, wurden sie schon von Lagerfeuer und leckerer Verpflegung erwartet. Schon um 12 Uhr war eine Vorhut aufgebrochen, um in dem sonst vom Jagdpächter genutzten Häuschen alles vorzubereiten. So gab es neben Kaffee, Glühwein und Kinderpunsch zum Aufwärmen auch Kuchen oder herzhafte Würstchen. Es war daher nicht erstaunlich, dass neben den 50 Wanderern noch rund 30 Besucher kamen, die die Abkürzung per Auto nahmen, um das gesellige Beisammensein nicht zu verpassen. Ein Thema für die Ausführungen zur Wanderung im nächsten Jahr war auch gleich gefunden: vielleicht erkundet der Vorsitzende ein paar Details über das „Pflanzenhäuschen“? kb
Rubrik: Babenhausen und Umgebung
16.01.2017
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