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Bürgermeisterin Coutandin kritisiert KiFöG-Entwurf von CDU und FDP:

„Frühkindliche Bildung braucht Zeit und Qualität”

„Das von der Hessischen Landesregierung geplante „Kinderförderungsgesetz“ (KiFöG) wird den Zielen einer frühkindlichen Förderung nicht gerecht“, bilanziert Bürgermeisterin Gabi Coutandin.

Sollte das Kifög so beschlossen werden, würden sich ab 2014 auch für Babenhausen die Planungsgrundlagen ändern. Die Gruppenstärken würden nach oben gesetzt, Fachpersonal und Stunden reduziert. Unverständlich sei, dass der erhöhte Betreuungsbedarf bei Integrationskindern missachtet werde. „Seither erhielt ein körperlich, seelisch oder geistig behindertes Kind zusätzliche Personalstunden; gleichzeitig wurde die Anzahl der Kinder in dieser Gruppe reduziert. Nun soll der besondere Betreuungsaufwand entfallen, die Gruppengröße wird auf 25 Kinder festgelegt - ob mit oder ohne Integrationskind. Das wird weder diesem Kind noch den Bedürfnissen der anderen Kinder gerecht, und es ist eine Zumutung für die Erzieherinnen,“ so Coutandin.

Schwierig sei auch die beabsichtigte Reduzierung des einzusetzenden Fachpersonals. „Der Entwurf sieht vor, dass 20% der Fachkräfte durch anderes Personal ohne pädagogische Qualifizierung ersetzt werden kann. Ich verstehe zwar das Anliegen der Landesregierung, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Aber wenn sogar die Krippegruppen von 10 auf 14 Kinder aufgestockt werden, und die Integrationskinder in großen Gruppen einfach mitlaufen sollen - dann ist doch erst recht pädagogisches Fachwissen unentbehrlich,“ wundert sich die Bürgermeisterin. Es sei allgemein bekannt, dass die ersten Lebensjahre von Kindern entscheidend seien für ihren späteren Schulerfolg.

„Kindertagesstätten sind heute Orte des gemeinsamen Spielens und des individuell geförderten Lernens. Hier werden die Grundlagen für Lebenschancen gelegt. Insbesondere Kinder aus weniger gebildeten Familien, Kinder mit Migrationshintergrund, Hochbegabte oder behinderte Kinder sind auf qualitativ hochwertige Betreuung, Bildung und Erziehung angewiesen, damit aus erschwerten Bedingungen keine dauerhaften Benachteiligungen entstehen. Ausgerechnet bei der frühkindlichen Bildung den Rotstift anzusetzen ist weder sozial gerecht noch ökonomisch sinnvoll.“

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