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„Schub” für die Innenstadt:

„Norma”-Supermarkt eröffnet im Herbst

Als vor drei Jahren die Supermarktkette „Tengelmann“ ihre Filialen im Rhein-Main-Gebiet - und damit auch den Markt in der Babenhäuser Innenstadt - schloss, war dies vor allem für ältere, wenig mobile Menschen ein Verlust.

Sie mussten seither mit den Supermärkten an der Peripherie der Stadt vorlieb nehmen. Um Senioren dort den Einkauf zu ermöglichen, richtete die evangelische Kirchengemeinde einen Fahrdienst ein.

Zugleich versuchte die Stadt, dem Ladenleerstand eine positive Seite abzugewinnen. Babenhäuser Künstler stellten in den verwaisten Schaufenstern ihre Werke aus, zeigten „Kunst im Ladenleerstand“. Eine originelle Aktion, die jedoch nicht den Wunsch vieler Babenhäuser nach einem Lebensmittelgeschäft in der Innenstadt erfüllte. Nun hat das Warten auf einen Supermarkt im Stadtzentrum bald ein Ende. Im Herbst wird der Discounter „Norma“ in der Platanenallee 23 eine Filiale eröffnen.

Die Plakate in den Schaufenstern versprechen schon jetzt „Norma & Mehr“. Was hinter dem „Mehr“ steckt, erläutert Dieter Aumann, dem die Immobilie gehört. „In Anlehnung an ein Konzept, das in den USA ‚Food Court" genannt wird, möchten wir im Innenstadtbereich eine Vollversorgung erreichen“, sagt er. So sollen im vorderen, der Straße zugewandten Teil des Gebäudes, Metzger, Bäcker und ein Café mit Außenbestuhlung und Blick auf den Schlosspark einziehen. Im hinteren Teil des 800 Quadratmeter großen Verkaufsraums wird „Norma“ seine Waren anbieten.

Auch das Nachbargrundstück, das Bauunternehmer Aumann jüngst erworben hat, wird in das Konzept einbezogen. Dort steht noch ein alter Bauernhof, der derzeit entkernt und später abgerissen wird. „An dieser Stelle wird zwischen Volksbank und Norma ein Parkplatz angelegt.“ In den drei Jahren des Leerstands habe es Interessenten gegeben, doch deren Vorstellungen seien nicht im Einklang gewesen mit dem Wunsch von Stadt und Bürgern, die Nahversorgung sicherzustellen und die Kernstadt zu beleben, sagt Aumann.

Das Vorhaben des Babenhäuser Unternehmers sieht die Stadt mit Wohlwollen. „Für die Kernstadt bedeutet das einen weiteren Schub“, sagt die Leiterin der Wirtschaftsförderung, Sylvia Kloetzel. Derzeit gebe es eine Dynamik in Sachen Belebung der Innenstadt. „In der Fahrstraße haben zwei neue Geschäfte eröffnet, nun hoffen wir auf Pläne für die Nachnutzung des ehemaligen Schlecker-Markts.“ Überlegungen gebe es zwar, diese seien jedoch noch nicht ausgereift, teilt Apo Yöksekkaya auf Anfrage mit. Er ist Eigentümer des Gebäudes, in dessen Obergeschoss bereits ein italienisches Restaurant und ein Hotel untergebracht sind.

Er bestätigt, dass er auf der Suche nach einem Mieter für die Geschäftsräume im Erdgeschoss sei. „Bisher habe ich noch keinen passenden Mieter gefunden“, sagt er. Noch sei unklar, wie der Laden künftig genutzt werden soll. Yöksekkaya schwebt ein weiteres Gastronomieangebot vor. „Ich könnte mir gut eine Bar vorstellen, aber da möchte ich mich noch nicht festlegen“, sagt er.   mel

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