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Nahversorgung:

„Heidi Mickas Nahkauf-Markt” startet in Langstadt

Zu den letzten Vorbereitungen für die Eröffnung gehört das Anbringen des Ladenschilds am Langstädter Nahkauf-Markt.

Es ist ein Dilemma in nahezu allen Flächengemeinden. Während sich Gewerbe und vor allem Einzelhandel auf die Kernstädte konzentrieren, sich dort Supermärkte, Discounter und Getränkehändler ansiedeln, ist in den Stadt- und Ortsteilen die Bevölkerung von der Nahversorgung oft abgeschnitten.

Obwohl in kleineren Ortschaften der Ruf nach einem eigenen Lebensmittelmarkt meist laut ist, sich viele Bewohner eine Einkaufsmöglichkeit im Ort wünschen, reicht ihr Konsum nicht immer, um den Dorfladen dauerhaft zu halten. In Nahversorgungsmärkte müssen Betreiber deshalb deutlich mehr Zeit, Geld und Arbeit investieren, als in eine große Supermarktfiliale mit guter Lage und Infrastruktur.
In Langstadt kamen mehrere Faktoren zusammen, die dazu führten, dass der Nahkauf-Markt in der Hauptstraße eineinhalb Jahre nach seiner Eröffnung wieder schließen musste. Doch schon vor der Schließung im Mai zeichnete sich ab, dass es keine endgültige Geschäftsaufgabe wird, sondern dass der kleine Supermarkt mit Vollsortiment und einer Café-Ecke in absehbarer Zeit wieder eröffnet werden kann.
Der vormalige Betreiber des Marktes und Eigentümer des Geschäftsgebäudes bemühte sich frühzeitig und erfolgreich um einen Nachfolger. Am 1. August wird Heidi Micka den Nahkauf-Markt wieder eröffnen. Die Zweiundfünfzigjährige lebt seit acht Jahren mit ihrer Familie in Langstadt. Der Babenhäuser Stadtteil sei „ihr Ort“, sagt sie.
Es gibt ein reges Vereinsleben, sportliche, musikalische und kulturelle Angebote sowie einen Bahnhaltepunkt. „Wir haben eine Kita und Grundschule, Hotel und Gastwirtschaften“, sagt Micka. Ein Lebensmittelmarkt mit kleinem Café würde das Angebot im Ort komplettieren. Im gut 1.600 Einwohner zählenden Stadtteil, der sich bald durch ein Neubaugebiet vergrößern wird, seien Kundschaft und Bedarf vorhanden, ist sich Heidi Micka sicher.
„Der Trend geht wieder hin zu Geschäften vor Ort. Die Wege sind kurz, was vor allem für ältere Menschen wichtig ist. Außerdem schätzen viele Kunden das Persönliche, den direkten Kontakt.“ Dies war schon beim vorherigen Ladeninhaber ein großes Plus. So war das kleine Café am Ladeneingang ein beliebter Treffpunkt. Es wird nun mit neuen Möbeln bestückt, eine Kaffeemaschine zur Zubereitung verschiedener Kaffeespezialitäten ist bereits bestellt.
Auf eine anfängliche Durststrecke sei sie vorbereitet. „Etwa zwei Jahre muss man in Handel und Gewerbe durchhalten, bis man Gewinn erwirtschaftet. Ich sehe es als großen Vorteil, dass ich eine Berufsausbildung im Lebensmitteleinzelhandel sowie mehrere Jahre Berufserfahrung habe.“ Neben den kaufmännischen Belangen will sich Heidi Micka auch im Geschäft, im Verkauf und der Kundenbetreuung einbringen. Drei Mitarbeiterinnen stehen ihr auf 450-Euro-Basis zur Seite.
Zuletzt hat Micka im „Lengschder Supermarkt“ im Verkauf gearbeitet, kennt die Kunden und ihre Bedürfnisse. Viele Anregungen habe sie bereits in ihr neues Ladenkonzept aufgenommen. „Ein Großteil der Kunden sind Senioren. Für sie habe ich die Waren in besserer Reichweite platziert, die obersten Regalreihen werden ganz entfernt. Auch wird es mehr Platz in den Durchgängen geben.“ Die Lebensmittel sollen vorwiegend von Produzenten aus der näheren Umgebung kommen, ein DHL-Paketshop und Briefmarkenverkauf ergänzen das Angebot.
„Im Supermarkt wird es Fleisch- und Wurstwaren in Selbstbedienung geben. Das Angebot fehlte bisher, da keine geeignete Kühltruhe vorhanden war“, führt Micka aus. Unter dem Namen „Nahkauf“ hat der Rewe-Konzern die Möglichkeit für sogenannte „Nachbarschafts-Supermärkte“ in kleineren Orten geschaffen. Nahkauf wird Geschäftspartner bleiben.
„Das Unternehmen hat mich bei meinem Vorhaben unterstützt, ebenso wie der Eigentümer des Geschäfts“, sagt Heidi Micka. Am 1. August ist „Heidi Mickas Nahkauf-Markt“ von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Es gibt Live-Musik und Kinderschminken sowie einen Sektempfang.       mel

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