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Turnverein 1896 Hergershausen:

Hochkarätige Unterhaltung für Hergershausens Senioren

Wie schon im letzten Jahr hat es der Turnverein in Hergershausen geschafft, einen Nachmittag für die Senioren des Ortsteils auf die Beine zu stellen, obwohl von Seiten der Stadt wieder keine Gelder dafür bereitgestellt werden konnten. Die Vorsitzende des Turnvereins Eline Kuipers ist froh, dass sie bei der Gestaltung des Programms tatkräftige Unterstützung aus dem Verein erhält.

Den Anfang des bunten Nachmittags macht der Chor der Bachwiesenschule: die Dritt- und Viertklässler singen von der Ernte, wie sie früher war und ein bekanntes Herbstlied. Bei „Kookaburra“ bekommen die begleitenden Rhythmusinstrumente Verstärkung durch eifriges Mitklatschen der etwa 120 Gäste im Saal des Bürgerhauses. Als Gage gibt es für die jungen Sänger viel Applaus und etwas Süßes.
Pfarrerin Elke Becker trat als nächstes an das Mikrofon und stimmte die Senioren mit einem Abschnitt aus dem Buch „Momo“ auf die kommende dunkle Jahreszeit ein. Sternstunden im Leben eines Menschen seien besondere Augenblicke, die aber nicht immer gleich als solche erkannt würden. Oft bewirkt durch Menschen, die unser Leben erleichtern und verschönern. Sie teilte kleine Sterne an alle Anwesenden aus und ermunterte sie zur täglichen Einkehr, bei der man eigener Sternstunden der Vergangenheit gedenken könne, sich aber auch auf zukünftige Sternstunden freuen solle.
Der folgende Auftritt der kleinsten Ropeskipper erzählte auf niedlichste Weise die „Wahrheit über die sieben Zwerge“ und brachte die Zuschauer zum schwungvollen Klatschen. Die großen Jumper nahmen im Anschluss die komplette Bühne in Beschlag und lieferten eine atemberaubende Show mit Sprungformationen, denen man fast nicht folgen konnte. Flotte Seilwechsel und kombinierte Sprünge zu modernen Rhythmen bannten die Augen des Publikums, dem es schon beim Zuschauen warm wurde.
Der Turnverein kann schon aus den eigenen Reihen viel Unterhaltung bieten, wie auch die Auftritte der nun folgenden kleinen und großen „Sternchen“ zeigten. Doch auch aus der Kernstadt kam ein sehr ansprechender Auftritt der Linedancers des TVB. Unter der Leitung von Gisela Knies tanzten 15 Tänzerinnen und zwei Tänzer mit flotten Choreographien zu Schlagern der 60er. Sie versetzten damit die Senioren in ihre jungen Jahre zurück und veranlassten so manchen zum Mitsingen. Knies forderte schließlich die Anwesenden auf, bei einer leichten Schrittfolge mit „drehen, kicken, Wechselschritt“ mitzumachen und fand doch immerhin ein paar tanzfreudige Seelen vor der Bühne.
Nach dieser Einlage lud Kuipers zum Sturm auf das sehr üppige Kuchenbuffet ein: 35 Kuchen und Torten waren im Nu über eine Whatsapp-Gruppe unter den Müttern der Tanzgruppen zusammengekommen und erfreuten jetzt erst Augen und dann Gaumen von Groß und Klein. In Hergershausen essen natürlich die fleißigen Akteure des Nachmittags mit und so wirkt es fast wie ein Familiennachmittag.
Die Vorsitzende erzählt von der Organisation und erwähnt dankend die Sponsoren. Neben Privatpersonen haben die Sparkasse Dieburg, Gärtnerei Winkler und der Baumarkt Andre und Oestreicher mit Geld- und Sachspenden geholfen. Mit Kuchenspenden aus den Vereinsreihen war es somit zum zweiten Mal möglich, den Nachmittag ohne Zutun der Stadt zu stemmen. Etwas umständlich erweisen sich die Einladungen, da aufgrund von Datenschutz keine Adressen der über 65-Jährigen von der Stadtverwaltung ausgegeben werden dürfen. Man behalf sich mit der Einladung über die diversen Vereine des Ortes und setzte es auch zweimal öffentlich in die Zeitung. Was letztes Jahr noch mühselig erschien, funktionierte dieses Mal wie am Schnürchen.
Nach der Pause erschien das absolute Highlight in Gestalt der gutaussehenden Witwe Hiltrud Hufnagel zum Seniorennachmittag. Obwohl sie nicht eingeladen sei, gehe sie auf allerlei Feiern und könne so den Kostenfaktor Ernährung komplett streichen, wie sie freimütig verriet. Schließlich sehe sie gut aus, wisse alles und könne alles. Da wollte sie die Gäste gerne an ihrem Wissen teilhaben lassen. Dass sie gerne und gut singe, konnte sie auch überzeugend vermitteln und spätestens beim „Weißen Rössl vom Bodensee“ hatte sie ihr Publikum fest im Griff. Hochkarätiges Kabarett in Hergershausen swingte das Bürgerhaus. „Singen kann sie, sapralott!“, wie einer der anwesenden Herren lobte.
Der Ortsvorsteher Horst Grimm ließ es sich nicht nehmen, auch selbst noch Komödiantisches zum Programm beizutragen und so wurde der Nachmittag eine rundum gelungene Veranstaltung.      kb

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