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Brandschutzerziehung in Hergershausen:

Kids vom „Maxi-Club” sind dem Feuerteufel auf der Spur

Josef Kriegisch erklärte den Kindern der Kita Hergershausen mithilfe der Feuerteufel-Puppe, wann Feuer nützlich und wann es gefährlich ist.

Eigentlich ist die Puppe, die inmitten der Kindergartenkinder sitzt, ganz knuffig. Ziemlich groß zwar, aber weich und bunt. An den zwei roten Hörnern auf der Stirn und den gelben Blitzen auf dem Pulli kann man jedoch erkennen, dass die Puppe nicht nur eine niedliche Seite hat sondern auch sehr ungemütlich werden kann. Aus gutem Grund nennt Josef Kriegisch sie „Feuerteufel“.

Vor dem Feuerteufel müsse man sich in Acht nehmen, erklärt der Brandschutzerzieher der Freiwilligen Feuerwehr Hergershausen den Jungs und Mädchen. Warum das so ist, wissen einige der 13 Kinder bereits. „Feuer ist gefährlich, weil es Häuser kaputtmachen kann“, sagt Joel. Und Pia ergänzt: „Wenn es brennt, muss man die Feuerwehr rufen.“
Joel, Pia und die anderen Fünf- bis Sechsjährigen gehören zum „Maxi-Club“ der Hergershäuser Kindertagesstätte, und einige von ihnen verstärken vielleicht schon bald die Kinder-Feuerwehr mit Namen „Fire Kids“. Etwa ein halbes Jahr bevor sie eingeschult werden, treten die Kinder dem Maxi-Club bei, erklärt Kita-Leiterin Eva-Maria Hartmann. „In den letzten Monaten bereiten wir die Kinder allmählich auf den Wechsel vor. Einige sind schon seit ihrem zweiten Lebensjahr bei uns, daher möchten wir einen behutsamen Übergang schaffen.“
Zu den Vorbereitungen gehören Aktionen wie die Brandschutzerziehung bei der Feuerwehr. Seit 1971 die Jugendabteilung der Stadtteilwehr gegründet wurde, ist Josef Kriegisch in der Nachwuchsarbeit engagiert. Aus Erfahrung weiß er, dass die Brandschutzerziehung auf die Kinder großen Eindruck macht, dass sie wissensdurstig und neugierig sind. „Nach den Aktionstagen melden sich oft einige Kinder bei der Bambini-Feuerwehr an“, sagt er.
Zwölf bis 15 Kinder zwischen sechs und zehn Jahre sind bei den „Fire Kids“, lernen dort spielerisch die Grundlagen der Feuerwehrarbeit. Die meisten bleiben dabei und treten später in die Jugendabteilung über. „Die Nachwuchsarbeit in Hergershausen funktioniert sehr gut, nicht zuletzt, weil die beiden Leiterinnen Anette Gruber und Beate Wadephul in der pädagogischen Arbeit ausgebildet sind“, sagt Josef Kriegisch.
Die Kooperation der Freiwilligen Feuerwehr mit Kita und Grundschule lege den Grundstein, um in Zukunft den Brandschutz im Ort zu sichern. Dazu fangen Josef Kriegisch und Alexander Jennewein klein an und stellen am Aktionstag einige brenzlige Situationen wie kleine Theaterstücke dar. So unterbricht Jennewein seinen Feuerwehrkollegen einmal beim Bügeln seiner Hemden. Als dieser das Bügeleisen auf dem Kleidungsstück stehen lässt und aus dem Raum geht, werden einige Kinder schon unruhig.
„Er darf doch nicht einfach weggehen“, flüstert Alwa, während Joel überlegt, ob er ihm hinterherlaufen soll. Doch da kommt Kriegisch wieder, außer Atem, weil ihm das heiße Bügeleisen eingefallen ist. Aber zu spät: Das Hemd hat schon ein Brandloch. „Das war bestimmt der Feuerteufel“, sagt Alwa. „Jetzt müssen wir die Feuerwehr rufen.“ Das fällt den Kindern leicht, die Notrufnummer 112 kennen sie schon. Wie man aber einen Notruf richtig absetzt, das lernen sie bei der Brandschutzerziehung. Und zum Abschluss eines lehrreichen Vormittags dürfen die Mitglieder des „Maxi-Club“ dann eine echte Feuerwehruniform anprobieren.       mel

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