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Radheimer Vereine profitieren von Auflösung der Maria Eva Eichenlaub Stiftung

Die Spendenübergabe (v.l.) mit Ortsvorsteherin Nicole Damm-Arnold, Ralph Nees von Rot Weiß, Angelika Krause von der Freiwilligen Feuerwehr, Helga Hartl vom Seniorenclub und Bürgermeister Reinhold Hehmann.

Die Gemeindevertreter hatten einstimmig beschlossen, dass die Maria-Eva-Eichenlaub-Stiftung aufgelöst wird und zu gleichen Teilen den Radheimer Vereinen zugutekommt. Ortsvorsteherin Nicole Damm-Arnold und Bürgermeister Reinhold Hehmann überreichten jeweils 1560 Euro an die Freiwillige Feuerwehr, an den Seniorenclub, den Fußballverein Rot-Weiß und an den Kirchenchor Radheim.

„Das Stiftungsvermögen von 6000 Euro durfte nicht unterschritten werden. Das hat die Stiftungsgründerin Margaretha Eichenlaub einst testamentarisch festgelegt“, erklärte Hehmann bei der Übergabe. Wegen der schlechten Zinslage sei das Gesamtvermögen so weit geschrumpft, dass Radheimer Bedürftige nicht mehr unterstützt werden konnten ohne das Grundkapital zu unterschreiten, so Hehmann. In der Vergangenheit erhielten bedürftige Personen oder der Seniorenclub für Veranstaltungen immer wieder einmal einen Betrag aus der Stiftung, die Margaretha Eichenlaub zum Gedenken an ihre Mutter Maria Eva Rohmann für die Bedürftigen in Radheim ins Leben gerufen hatte.
Margaretha Eichenlaub wanderte mit 21 Jahren als ältestes von vier Kindern 1851 nach Cincinnati in die USA aus. Dort heiratete sie 1852 George F. Eichenlaub, der gemeinsam mit John Kauffman, Rudolf Rheinbold die John Kaufman Bierbrauerei betrieb. Die Brauerei entwickelte sich bis 1871 zum viertgrößten Unternehmen der Stadt in Ohio. Margaretha Eichenlaub bedachte noch zeitlebens ihr Heimatdorf Radheim. Sie stiftete ihrer 1854 verstorbenen Mutter nicht nur einen kunstvoll gearbeiteten Grabstein, sondern beteiligte sich 1882 mit rund 70 Prozent an den Restaurierungskosten der Barockkirche in Radheim.
Aus dem Vermächtnis der 1906 verstorbenen Margaretha Eichenlaub entstand wohl eher versehentlich der Stiftungsname „Maria Eva Eichenlaub“. Die Stiftung sollte zwar an Margarethas Mutter Maria Eva erinnern, aber den Nachnamen Eichenlaub hatte nur die Stiftungsgründerin. Das Stiftungskapital waren damals 12.000 Deutsche Mark.   (nda)

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