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Langstadt:

Schulhoffest rund um den 90. Geburtstag des Posaunenchors

Der evangelische Posaunenchor Langstadt feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Schon im April begann das Jubiläumsjahr mit einem Apfelblütenfest, das in Langstadt erstmals gefeiert wurde.

„Es war der erste traumhaft schöne Tag nach einem langen verregneten Winter“, erzählt Markus Metzler, Pressesprecher des Posaunenchors. Das Fest zur Apfelblütenzeit lockte etliche Gäste an, die den 90. Geburtstag des Vereins und den Beginn des Frühlings fröhlich feierten.
Beim inzwischen traditionellen Schulhoffest kamen nun erneut viele Langstädter zusammen, um mit den Gastgebern einen bunten vergnüglichen Geburtstag zu feiern. Die gut 30 Aktiven des Posaunenchors übernahmen dabei eine Doppelrolle: sie unterhielten die Gäste rund drei Stunden lang musikalisch und waren außerdem mit dem DRK-Ortsverein für die Bewirtung zuständig. Nachdem im Vorjahr eine geplante Musikgruppe ausgefallen war, mussten die Musiker kurzfristig selbst auf die Bühne und zugleich, als Unterstützung für die DRK-Mitglieder, die Festbesucher bewirten.
„Wir haben damals festgestellt, dass wir diese anspruchsvolle Aufgabe gemeinsam stemmen können und es in diesem Jahr wieder so gemacht“, berichtet Markus Metzler. Am späteren Nachmittag wurde der Posaunenchor abgelöst von „Atze & Friends“, die als temperamentvolle Cover-Band den Langstädter Schulhof rockten. Am frühen Sonntagvormittag hielt Langstadts Pfarrer Philip Messner im Hof der ehemaligen Schule den Festgottesdienst.
Er hatte zur Gründungsgeschichte des evangelischen Posaunenchors recherchiert und herausgefunden, dass vor 90 Jahren auch Musiker aus Sickenhofen unter den Gründern waren. Sogar der Dirigent stammte aus der Gemeinde, die damals noch, ebenso wie Langstadt, eigenständig war. Die kleinen Unstimmigkeiten zwischen den Stadtteilen sind mittlerweile beigelegt und kehren nur noch in Büttenreden oder Kerbsprüchen ab und zu wieder.
Das aktuelle Ensemble ist zwar noch recht jung und an talentierten, musikbegeisterten Mitgliedern mangelt es nicht. Dennoch denkt der Posaunenchor über eine Nachwuchsoffensive nach. Die Trompeten-AG an der Markwald-Grundschule, für die der Posaunenchor die Instrumente anschaffte, brachte nicht so viele Interessierte in den Chor, wie erhofft. Nun wird an einem Konzept für die Förderung der Musikerjugend gearbeitet.
„In den 80er Jahren gab es einen richtigen Boom, den der damalige Dirigent, Reinhard Keil, initiiert hatte“, sagt Markus Metzler. Aus dieser Zeit seien noch heute viele Musiker im Chor. Zur 90-jährigen Geschichte gehören auch mehrtägige Vereinsausflüge, für die der Posaunenchor als Ideengeber gilt. Unter anderem ging es zum befreundeten Chor nach Vallstedt nahe Braunschweig. Diese gegenseitigen Besuche wollen die Langstädter wieder aufleben lassen.
Ein eingetragener Verein ist der Posaunenchor erst seit kurzem. Zuvor war der Chor zwar innerhalb der Kirchengemeinde autonom und hatte eine eigene Satzung, doch sollte das „ev“, das bisher vor dem Namen stand, als „e.V.“ hintenangestellt werden. Erstmals in der Geschichte des evangelischen Posaunenchors Langstadt sind anlässlich des Jubiläums auch Porzellanbecher gestaltet worden. Diese konnte man beim Schulhoffest am Sonntag erwerben.      mel

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