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Seniorentreff Harpertshausen feierte 25-jähriges Jubiläum

Günther Sauerwein freute sich mit den Jubelgästen. Von Anfang an dabei sind (hintere Reihe von links): Adam Knöpp, Irma Sehnert, Helga Jäger, Ria Breitwieser, vorne von links nach rechts: Elsa Sehnert, Maria und Albert Lallinger und Ellen Funck. Da bei den ersten Treffen leider keine Mitgliedslisten angelegt wurden, kann man nicht mehr genau sagen, mit wie vielen Teilnehmern man damals begann. Schätzungen zufolge sollen es um die 25 Personen gewesen sein.

Rund 45 Seniorinnen und Senioren fanden sich trotz brütender Hitze zum Grillnachmittag im DRK-Vereinsheim in Harpertshausen ein. Im gegen die Sonne abgeschotteten Saal konnte man es auch gut aushalten. Jeden dritten Freitag im Monat treffen sich die älteren Bewohner des Ortsteils zur Kaffeetafel, doch dieses Mal waren mehr der Einladung gefolgt, denn es gab ein kleines Jubiläum zu feiern.

So war es mittlerweile 25 Jahre her, dass sich aus dem 1979 von Heinz Lautenschläger gegründeten „DRK-Seniorenclub“ nach dessen Rücktritt der „Seniorentreff“ in seiner heutigen Form gründete. Im Februar 1992 gab der damalige Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Gerhard Koser in einem Rundschreiben bekannt, dass alle Harpertshäuser Seniorinnen und Senioren ab dem 63. Lebensjahr zum Kaffeetrinken in das Ostfriesenzimmer eingeladen würden. Daraus entstand ein regelmäßiges Angebot, das von rund 50 Harpertshäusern gerne angenommen wird. In der Regel kämen etwa 25-30 Mitglieder zu den interessanten Veranstaltungen, wie Günther Sauerwein ausführte, der im Betreuerteam für die Organisation der Treffen und das Führen der Mitgliedslisten zuständig ist. Das mit dem Betreuerteam hat sich ergeben, weil die vielfältigen anfallenden Arbeiten für eine Person allein zu umfangreich wären. Auf diese Weise wird nicht nur die Last auf viele Schultern verteilt, sondern es führt auch zu einem besseren Zusammenhalt und mehr Verbindlichkeit.
Während Sigmar Nadolny draußen unter den Bäumen am Grill der Hitze trotzte und dafür sorgte, dass Steaks und Würstchen gar wurden, begann drinnen die Veranstaltung mit den üblichen Bekanntmachungen der kommenden Termine. So werde der Augusttermin als eine Fahrt zu einem Bekleidungshersteller in Haibach ausgeführt, zu der neben Kaffee und Kuchen auch eine Modenschau und die Möglichkeit zu einem Einkaufsbummel gehören. Für den September lockt dann ein Vortrag von Kurt Kratz über die Ortsgeschichte Harpertshausens in das Rotkreuzheim. Normalerweise gehöre zu diesen Treffen auch eine etwa 10minütige Sitzgymnastik, um die Gelenke geschmeidig zu halten. Günter Veit, der dafür verantwortlich zeichnet, verzichtete angesichts der hochsommerlichen Temperaturen darauf. Auf gar keinen Fall wollte man jedoch auf eine weitere Tradition bei diesen Treffen verzichten und so wurde für alle Geburtstagskinder seit dem letzten Treffen ein Ständchen gesungen. Diesmal kamen Kurt Kratz, Bärbel Lehmhaus, Marianne Klein und Katharina Scior in den Genuss des Liedes „Der Tag ist gekommen“, das nach bekannter Melodie zu Schifferklavier-Begleitung von Adam Knöpp gesungen wurde. Mit kraftvollen Stimmen vorgetragen tönte es fröhlich durch den Saal.
Nachdem das gemeinsame leckere Essen bei angeregten Gesprächen verspeist war, ging Günther Sauerwein mit einer kleinen Ansprache auf den Werdegang des Seniorentreffs ein und freute sich, sogar acht der ursprünglichen Gründungsmitglieder zu ehren. Dazu hatten er und sein Team ganz besonders schöne Orden anfertigen lassen, die mit dem jeweiligen Foto des Jubilars verziert sind. Nicht alle der Geehrten hatten damals das „erforderliche“ Seniorenalter: ein paar der Damen begleiteten ihre Gatten und Adam Knöpp war damals wie auch heute noch für die musikalische Unterhaltung zuständig und durfte als „Jungspund“ schon dabei sein, wie er augenzwinkernd erklärte.
Im weiteren Verlauf zeigte Sauerwein eine Reihe von Fotos und Video-Aufzeichnungen längst vergangener Veranstaltungen. Jedes Einzelne erfreute die Anwesenden, wenn man bemerkte, wie sich die Personen in all den vergangenen Jahren verändert hatten. Natürlich gab es auch ein Wiedersehen mit so manchem längst Verstorbenen und die Bilder riefen Erinnerungen an kleine Anekdoten hervor, die man sich gerne erzählte.
Schunkellaune kam auf, als zur Melodie der „Nordseewellen“ das „Harpertshäuser Heimatlied“ gesungen wurde. Dass alle Sänger so textsicher mitsingen konnten, dafür sorgten die ausgeteilten Liedblätter, die in ausreichender Anzahl kopiert bereitlagen und im Anschluss wieder eingesammelt wurden. Der Fundus sei groß, wie Günther Sauerwein schmunzelnd bestätigt. „Wo man singt, da lass dich nieder, alte Leute kennen viele Lieder!“
Das Auffrischen von alten Geschichten sowie die verschiedenen Unternehmungen, die auf der Agenda des Seniorentreffs stehen, sind die Hauptgründe für die meisten der Teilnehmer. Das bestätigt auch Ursula Kleemeier, die als waschechte Harpertshäuserin regelmäßig zu den Treffen kommt, seit sie in Rente ist. Auch Inge Klug, die bis auf 5 Jahre ihres Lebens immer im Ort wohnte, frischt gerne ihre Erinnerungen bei Gesprächen über frühere Zeiten auf. Nach rund drei Stunden geselligen Beisammenseins ging man fröhlich wieder heim und freute sich bereits auf das nächste Treffen im August.     kb

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