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Stadtverordnetenvorsteher lädt ein:

Bürgerversammlung „Alte Gärtnerei“

Der Stadtverordnetenvorsteher Friedel Sahm hat für Montag, den 22. Januar zu einer Bürgerversammlung (19 Uhr in der Stadthalle Babenhausen) eingeladen. Einziger Tagesordnungspunkt ist die Vorstellung der Entwurfsplanung zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Kirchgärten - Alte Gärtnerei“.

Die Veranstaltung soll der Babenhäuser Bevölkerung die Möglichkeit geben sich direkt über das geplante Bauvorhaben „Alte Gärtnerei“ (Gärtnerei Grünewald > An der Stadtmauer / Martin-Luther-Straße) zu informieren. Diese Baumaßnahme, die einen wesentlichen Baustein einer städtebaulichen Innenentwicklung von Babenhausen darstellt, wurde bereits im Bauausschuss (15.12.2017) und auch in der Sitzung der Babenhäuser Stadtverordnetenversammlung (18.12.2017) kontrovers diskutiert. Ein Beschluss wurde im Stadtparlament allerdings nicht getroffen, sondern man vertagte die Drucksache auf die kommende Stadtverordnetenversammlung, die am 1. Februar stattfindet.
Bei der Bürgerversammlung wird der zukünftige Investor (Firma Kalkan aus Aschaffenburg) die geplanten Maßnahmen des Projektes und den Werdegang der Planung vorstellen. Claus Schunk, Prokurist der Projektplanungs-Gesellschaft, wird die Pläne und das Bauvolumen erläutern und geht in seiner computerunterstützten Präsentation auch auf die städtebaulichen Wünsche und Anregungen der Babenhäuser Verwaltung und des Denkmalschutzamtes ein. Fragen aus der Bürgerschaft werden im Anschluss an die Wortbeiträge von Bürgermeister Achim Knoke und dem Investor, vertreten durch Claus Schunk, beantwortet.
Hier wird sicherlich der geplante Baukörper in den Fokus der Diskussion rücken. Die Höhe der vier einzelnen sogenannten Kammbauten (rund 16 Meter Höhe) und der große gewerbliche Bereich des Objektes (von der katholischen Kirche bis zur Martin-Luther-Straße) haben bereits in den politischen Diskussionen für eine lebhafte Auseinandersetzung von Bauausschuss und Stadtarlament gesorgt. Diese Kammbauten, direkt gegenüber der Stadtkirche und neben der katholischen Kirche, polarisierte die Babenhäuser Lokalpolitik und wurde in diesem Zusammenhang auch als „sehr gewöhnungsbedürftig“ bezeichnet.
Auch der sogenannte Frequenzbringer, der im gewerblichen Bereich angesiedelt werden soll, wird einige Fragen aufwerfen. Auch hier haben sich in den Diskussionen verschiedene Blickwinkel ergeben. Während auf der einen Seite von einer Belebung der Innenstadt gesprochen wurde und einer einzigartigen Chance der städtebaulichen Entwicklung, sah man auf der anderen Seite eher die Gefahr für die seitherigen Gewerbetreibenden in der Innenstadt. Auch dem sogenannten Frequenzbringer stand man vorsichtig gegenüber. Solch ein Frequenzbringer wurde bereits bei der Bebauung des ehemaligen Feuerwehrgeländes avisiert und man befand sich damals in „guten Gesprächen“, lediglich die Umsetzung gelang dann nicht. Ob die mögliche gewerbliche Nutzung durch ein Reha- und Sport Center, einer Apotheke und durch Ärzte die gewünschte Frequenz bringen wird, wurde in Frage gestellt, zumal auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Michelsbräu sich ebenfalls ein Arzt und eine Apotheke ansiedeln werden.
Das geplante Bauvorhaben „Alte Gärtnerei“ wird in zwei Abschnitte aufgeteilt. Das geplante Bauteil A (entlang der Straße „An der Stadtmauer“) sieht die Kombination Gewerbe (EG und 1. OG) und Wohnen vor. Insgesamt soll hierbei eine Gewerbefläche von über 2.600 Quadratmeter entwickelt werden. Dreißig Wohnungen sieht der aktuelle Planungsstand in den vier Kammbauten vor. Das Bauteil B (Anfahrt über die „Martin-Luther-Straße“) soll 37 Wohnungen in sieben Häusern umfassen. Eine Tiefgarage ist für das gesamte Bauprojekt vorgesehen. Die „Großgarage“ soll Platz für insgesamt 189 Stellplätze bieten. Zwanzig dieser Stellplätze sollen der Stadtverwaltung dauerhaft zur Verfügung gestellt werden. Die Projektplanung sieht zusätzlich weitere 35 oberirdische Parkplätze vor.
Die geplante Tiefgarage ist offensichtlich nicht für eine vollständig öffentliche Nutzung vorgesehen, denn der Investor sprach von notwendigen Tiefgaragenstellplätzen für das Objekt (169 Stück). Mit den für die Stadt Babenhausen vorgesehenen TG-Stellplätzen (20 Stück) ergibt sich somit die Gesamtzahl von 189 Stellplätzen in der geplanten Tiefgarage. Die oberirdisch geplanten 35 Stellplätze entsprechen in etwa den Plätzen des seitherigen Parkplatzes, konnte man der Aussprache im Ausschuss entnehmen. Die genauen Nutzungsmöglichkeiten der Tiefgarage werden sicherlich dann auch bei der Bürgerversammlung entsprechend erörtert.     hz

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Kommentare

Alte Gärtnerei

Es ist schwer zu verstehen , daß ein Bürgermeister es zu läßt , die Silouette der Stadt Babenhausen mit 4 riesigen Betonklötzen verunstalten lassen will. Schon allein der Anblick von der Ortsumgehungsstraße , der Bouxvillerstraße aus , war bisher ein historisches Bild und ansprechend mit den beiden Kirchen . Es war ermunternd für einen vorbeifahrenden Passant unsere Stadt zu besuchen. Wer vermutet dann hinter 16 m hohen Betonklötzen eine so schöne normale historische Stadt ? Vielleicht kann man noch etwas von der katholischen Kirche sehen , ist ja klar!!!! Armes Babenhausen , wie hast Du Dich verändert .

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