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Fröhliche Urständ feiern

Der SPD ist bei der Landtagswahl in Niedersachsen ein starkes Comeback gelungen. Doch daraus nun zu schlussfolgern, ausschlaggebend dafür sei auch die Verweigerung an der Regierungsbildung auf Bundesebene gewesen, wäre das falsche Fazit. Die Einigung von CDU, CSU, FDP und Grünen auf gemeinsame Nenner, die eine tragfähige Grundlage für eine Jamaika-Koalition und damit die neue Regierung bilden könnten, erscheint utopisch.

Die Partnerschaft zwischen CDU und CSU ist nachhaltig gestört. Bei wichtigen politischen Fragen gehen die Meinungen auseinander. Und die CSU muss sehr an ihren Inhalten  und Angeboten basteln, wenn sie in Bayern wieder die Mehrheit der Wähler hinter sich bringen will. Schon deshalb muss sie konservativere Positionen einnehmen, die mit den Merkelschen Alleingängen und den Grünen nicht vereinbar sind. Dazu sind die politischen Forderungen und Erwartungen von CDU, CSU, FDP und Grünen gegenläufig und in wichtigen Punkten nicht kompatibel. Darum werden die Jamaikaverhandlungen ausgehen wie das Hornberger Schießen.
Die schon von Einigen orakelten Neuwahlen sind dann keine Alternative, da mit hoher Wahrscheinlichkeit sowohl CDU/CSU als auch die SPD in diesem Fall weitere Wählerstimmen verlieren würden. Dieses Risiko können die Beteiligten nicht eingehen.
Insoweit bleibt nur die GroKo, die schon von der Bezeichnung her an einen Dino erinnert. Bei der Regierungsbildung kann es nicht um Befindlichkeiten einer Partei wie der SPD gehen, sondern es muss eine Koalition zum Wohle von Deutschland installiert werden. Vor diesem Hintergrund dürfen die Genossen sich nicht verweigern und sich nicht zur Restauration auf die Oppositionsarbeit zurückziehen.       
Demnach treffe ich folgende Vorhersage: Es wird leider zur allseits ungeliebten GroKo unter der Führung von CDU, zusammengerauft mit der CSU, und der runderneuerten SPD als Juniorpartner kommen. Dazu werden allerdings die beteiligten Parteien um einige personelle Dispositionen nicht herumkommen. Die SPD wird etwas Kreide fressen und dann die Rolle des „Phönix aus der Asche“ übernehmen. Mit dem nötigen „Tamtam“ beweist sie dem Wahlvolk, dass es aktuell ohne die Genossen nicht möglich ist, in Deutschland eine handlungsfähige Regierung zu bilden. Wenn die SPD dann noch ihre Ideen und Erfolge in der neuen Koalition deutlicher herausstellt und Merkel daran hindert, diese für sich zu vereinnahmen, dann klappt es auch endlich mit dem Erfolg.
Aus meiner Sicht wird die ungeliebte GroKo unter der Führung von CDU, der zusammengerauften CSU und der runderneuerten SPD als Juniorpartner,  2018 „fröhliche Urständ feiern“.       Andrea Möbius  

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Kommentare

Fröhliche Urständ feiern

Der Leserbrief trifft voll zu und sagt korrekt voraus, wie sich die Bildung der neuen Regierung in Deutschland gestaltet. Ein Volltreffer! Er wurde bereits vor 4 Wochen in der Babenhäuser Zeitung abgedruckt und grenzt an Hellseherei. Es ist mutig, sich so klar zu positionieren, während die "Politikprofis" noch die Jamaika-Koalition zum Mainestream erhoben. Und damit kläglich daneben lagen!

Nachplappern ?

Scheinbar muss wohl etwas 3x wiederholt werden damit es einen Wahrheitsgehalt erhält ? Damit liegt man meist weit daneben. Dass Lindner scheinbar nur in die Verhandlungen gegangen ist um Aufmerksamkeit zu erlangen konnten natürlich nur FDP Anhänger schon vorher erahnen. Sieht man sich die Bewertungen des Artikels an weiß man was der Leser von diesem Beitrag hält. Märchenstunde und sonst nichts.

Fröhliche Urständ feiern

Der Leserbrief zeugt von Intelligenz, politischer Weitsicht und einem sehr guten Urteilsvermögen. Der Beitrag war bereits in der Babenhäuser Zeitung Anfang November abgedruckt. Punktlandung.
Der erste Kommentar, der zu diesem Klasseleserbrief anonym geschrieben wurde sagt alles über seinen Verfasser aus und muss nicht näher beachtet werden.
Also, die aktuelle Entwicklung zur Bildung einer Regierung für Deutschland stand zuerst in der Babenhäuser Zeitung und zwar in Form des Leserbriefes von Frau Möbius. Dies zu einem Zeitpunkt, als die Jamaika-Träumer noch eifrig verhandelten und sehr lange vor dem endgültigen Scheitern der Gespräche. Sehr gute Arbeit der Schreiberin,

Traurig

Sie mögen auch Märchen und hält nichts von Tatsachen. Muss auch nicht näher beachtet werden. Ohne die FDP ging es Deutschland besser. Auf die politische Kompetenz der Babenhäuser Zeitung zu verweisen ???? Man bekommt doch nur die Parteiveröffentlichungen vorgesetzt deren Wahrheitsgehalt ???? Mehr darf man ja nicht schreiben.

Märchenerzählung ?

Als mehr kann man den Ausfluß von oben wohl nicht bezeichnen oder ?

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